Abfahrt aus Deutschland, die ersten Tage unterwegs

Nachdem wir die erste Nacht noch bei den Enkelkindern verbrachten, ging es nach einem leckeren Frühstück gen Osten. Geplant war, über Rostock Richtung Swinemünde nach Polen zu fahren - doch es kam, wie es kommen musste.

Ohne große Kontrolle wurde dem Navi geglaubt und so ging es statt über Rostock eben über Berlin. Aber auch das war kein Problem, haben wir das Auto auf dem Grundstück von Andrea und Jürgen abstellen können - und auch hier wieder sehr gut und ruhig geschlafen.

Nachdem auch hier ein leckeres Frühstück den Tag beginnen ließ, ging es endlich weiter - und ehe wir uns versahen, waren wir in Polen. 

Dort erstmal eine Mautstelle gesucht, um eine Mautbox zu kaufen, immerhin bringt unser Womo doch mehr als 3,5 t auf die Waage. Doch nirgends war eine Box zu kaufen. Vielleicht lag es daran, dass wir über Landstrassen ins Land fuhren und nicht über die Autobahn. 

Also trafen wir die Entscheidung: Die Polen bekommen keine Maut von uns. Und so zockelten wir über Landstrassen Richtung Kaliningrad. Zwar beginnt unser Visum erst am 15.04., aber wir wollten mal riskieren, ohne gültiges Visum über die Grenzen zu kommen. 

Langsam wurde es Abend und wir fanden einen absolut ruhigen Platz mitten im Wald, direkt an einer neuen Schonung. Nicht einmal das Gebrüll der Vögel störte uns am nächsten Morgen, als die Sonne uns weckte. Kein Förster und kein Wildschwein störte unseren erholsamen Schlaf. 


Die erste Nacht in Polen, mitten im Wald. Morgens vom Vogelgebrüll und der Sonne geweckt...

Als es nach dem Frühstück, Waldspaziergang mit Oskar (Brigitte) und Abwasch (ich) endlich weiter ging, ließ die Sonne leider auch nach und wir bekamen den einen oder anderen Regen- und Schneeschauer ab. Zum Glück sitzen wir ja im Auto und nicht auf dem Motorrad, so dass das Ganze durchaus erträglich war.

Die nächste Nacht standen wir dicht an der Ostsee in Fromborg, kurz vor der Russischen Grenze nach Kaliningrad. Über das Wetter will ich mich jetzt lieber nicht mehr auslassen - so dolle war das nicht.

Ostersonntag dann der Versuch, nach Russland rüber zu kommen - doch auf der polnischen Seite scheiterten wir schon. Zwar wollten gleich 3 polnische Zöllner den Wagen von innen betrachten, aber über die Grenze ließen sie uns trotzdem nicht - das Auto war zu schwer. Der Übergang war für max 5 t zugelassen und wir haben eine Zulassung von 7,49 t. 

Da ich mal gelesen hatte, dass der Grenzübergang von Kaliningrad nach Nidda auf der Kurischen Nehrung auch eine Gewichtsbeschränkung hatte, haben wir von unserem Versuch abgelassen und sind dann weiter auf der polnischen Seite an der Grenze entlang gefahren.  Wir wollten noch nach Goldap rein und dort übernachten, aber auch dort keinen adäquaten Platz gefunden. Also wieder in die Wildnis. Campingplätze braucht man hier um diese Jahreszeit nicht suchen, da diese erst ab Mitte Juni geöffnet sind. 

Kastanien-Alleen gibt es noch reichlich in Polen


Unser letzter Schlafplatz in Polen - abends hat uns dann noch ein Schneeschauer überrascht.

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