St. Petersburg 2

Mit dem Bus vom Campingplatz in die Stadt. In jedem Bus sitzt eine Angestellte, welche die Fahrscheine verkauft. Die Dame hat manchmal ganz gut zu tun, wenn an den Haltestellen mehrere Personen einsteigen - aber niemand entkam ihren Augen und so quetschte sie sich von vorn nach hinten und dann von hinten nach vorn.

Die einfache Fahrt kostet pro Person ca. 60 Rubel, das sind ca. 1,10 €.

Ausgestiegen sind wir an der Metro-Station Avtovo - der Bus brauchte ca. 45 min. Es war schon interessant auf dem Weg zu U-Bahn. Vereinzelt waren mal Kirchen zu sehen, aber das Hauptaugenmerk fiel auf Hochhäuser in neuerem Stil, aber auch herunter gekommene Plattenbauten. Das hatte mit dem, was wir in St. Petersburg sehen wollen, wenig zu tun. 

Dann immer hinter den Menschen hinterher und hinein in die Metrostation, dort orientieren: wie funktioniert das hier? Es gibt Automaten, in denen man sein Geld versenken kann, aber wieviel? Und wo müssen wir hin?

Wir also auf zum nächsten Schalter, die Mitarbeiterin verstand, wo wir hin wollten und übergab uns 4 Münzen. Dafür wurden wir auch wieder gut 120 Rubel los - also pro Münze ca. 55 Cent.

Hier in St. Petersburg benötigt man eine Münze, um durch die Sperre zu kommen. Und damit kann man dann, so lange und so viel und so weit man will, in ganz St. Petersburg das U-Bahn-Netz nutzen - für 55 Cent!

An der Station Ploschad Vosstaniya stiegen wir wieder aus (die Fahrt dauerte auch noch gut 20 min.), um direkt an den Newski Prospekt zu kommen. Die ist eine der berühmtesten Strassen Russlands (http://de.wikipedia.org/wiki/Newski-Prospekt). Es war faszinierend, mit der Rolltreppe hoch zu fahren; das nahm kein Ende. Dieses lag nicht daran, dass die Rolltreppe so langsam war, sondern dass die U-Bahn so tief unter der Erde liegt.

Doch irgendwie hat es mit der Orientierung nicht geklappt, denn statt zum Eremitage zu kommen, landeten wir auf der anderen Seite es Newski Prospekt, was aber auch nicht unbedingt negativ war. Wir hätten sonst folgende Gebäude auch nie gesehen:

Da es den ganzen Tag bewölkt, windig und kalt war und unser Oskar im Womo bleiben musste, waren wir noch etwas einkaufen und haben uns dann auf den Weg zurück gemacht. Morgen ist ja auch noch ein Tag, fahren wir dann also wieder rein.

In der U-Bahnstation versuchte ich, die Zeit der Rolltreppe zu stoppen. Ich kam auf gut 2 Min. und 45 sec., bis wir die Bahn unten erreicht hatten.

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