Susdal 2

Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht (wir wurden nicht gestört, nur hin und wieder fuhr ein Auto vorbei) mit reichlich Regen nutzte ich morgens eine schauerfreie Stunde, um mit Oskar noch einmal an die Wolga zu gehen.

Wieder zogen die Regenwolken auf, der Himmel war total grau und wir beschlossen, auf eine weitere Besichtigung zu verzichten und weiter gen Osten zu ziehen - dort soll es besseres Wetter geben.

Also los. Unterwegs gab es wieder eine Verkehrskontrolle (gleich durch 3 Polizisten). Irgendwie hatten sie Schwierigkeiten mit meinem Führerschein, doch nach gut 5 Minuten per Funk nachfragen bekam ich die Papiere alle wieder und wir durften weiterfahren.

Unser nächstes Ziel sollte ein Kloster in der Nähe von Susdal sein, wo wir auch schlafen wollten, aber da uns wieder einmal der Regen begleitete, fuhren wir den bekannten Campingplatz an, um dort noch einmal die warme Dusche ausnutzen zu können und auch die Waschmaschine, da beim vorletzten Schlafplatz ein kleines 'Problem' aufgrund einer nassen Wiese  auftrat und dadurch meine Hose etwas viel Matsch an den Beinen hatte.

Gegen 20 Uhr klopfte es an unserer Tür und draussen standen Sascha und Serge, 2 Russen, die seit dem späten Nachmittag nebenan zelteten und schon von Oskar auf seiner Art begrüsst wurden.

Die beiden brachten selbstgebrachten Schnaps mit und es wurde eine luste halbe Stunde, in der wir radebrechend eine Unterhaltung aufkommen liessen. Die beiden kommen weit aus dem Norden und wenn wir sie richtig verstanden haben, wollten sie hier angeln.

Doch nach gut 30 Minuten war ihnen wohl zu warm (sie waren dick angezogen) und so verzogen sie sich wieder - es war trotzdem ganz lustig.


Noch zur Ergänzung: heute haben wir die ersten 5000 km, bisher ohne Pannen und nennenswerten Problemen, hinter uns gebracht.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Iris und Maik (Dienstag, 05 Mai 2015 12:52)

    Moin Peter,

    Ihr kommt ja gut vorwärts! Schöne Häuser und interessante Orte die Du fotografierst. Ich hätte viel mehr Einsamkeit erwartet. Habt ihr denn vor in diesem Tempo weiter zu fahren? Ich habe mal kurz hochgerechnet das ihr dann etwa auf 75000km in eineinhalb Jahren kommen müsstet. Dann wird der Donnerlaster aber zum Donnerwetter!

    Viele Grüße auch an Brigitte und Oskar,

    Maik

  • #2

    Brigitte Wiegers (Mittwoch, 06 Mai 2015 22:02)

    Hallo Ihr Drei,
    Gestern müssen Euch die Ohren geklingelt haben. Wir haben uns im Kartoffel Keller in Neu Wulmstorf getroffen . Wir waren zu viert und Eure Reise war natürlich ein Thema.
    Ihr seit ziemlich flott unterwegs. Sehr mutig war das auch mit den 2 Russen. Die hätten auch böse sein können.
    Und was Ihr bisher zu sehen bekommen habt ist auch sehr interessant. Ein Vorgeschmack für das was noch kommt. Gerade spielt Bayern gegen Barcelona in der CHAMPIONS League. Ich hoffe die Bayern verlieren.
    Machts ģut und besseres Wetter.
    passt auf Euch auf
    Gitta


  • #3

    Peter (Freitag, 08 Mai 2015 19:03)

    @ Maik, von unserem Stellplatz am 5.5. bis nach Hause zeigt mir das Navi gerade einmal ca. 2400 km an. Der Rest kommt zusammen durch den Umweg über die Ostseeküste, St. Petersburg, den Besichtigungen südl. und nördlich von Moskau. Und bis zum Bailkal sind es immer noch mindestebs 5000 km - so schnell sind wir also nicht.
    Und das Durchschnittstempo wird, je weiter wir gen Osten kommen, zwangsweise schon langsamer.

    @ Gitta: hier in Russland gibt es keine bösen Menschen. Und wenn doch, dann auch nicht mehr als bei uns in D.

    Viel Grüße aus Nizhniyi Novgorod
    Peter

    PS: die nächsten Berichte, auch wie Oskar gegen 8 Russen Fußball spielte, werden in Kürze nachgeholt.