Jekaterinburg

Gestern (13.5.) wollten wir Kilometer machen, insgesamt wurden es 360 km. Das Ziel ist Jekaterinburg oder, besser gesagt, das Kloster Ganina Jama.

Auf dem Weg überraschten uns immer wieder Schneereste, und das trotz der Temperaturen von über 20 Grad.

Am späten Nachmittag kommen wir am Kloster an. Hier planen wir auch die Übernachtung ein, was für den Sicherheitsdienst auch kein Problem darstellt. 

Doch erst einmal hinein ins Kloster. Brigitte muss sich eine Schürze und ein Kopftuch umbinden, da Frauen nicht ohne Kopfbedeckung und in Hosen in solch ein Kloster hinein dürfen. Dies ist uns schon bei mehreren Besichtigungen in Klöstern bzw. Kathedralen passiert.

An diesem Ort wurden die Überreste des letzten russischen Zaren Nikolaus II., seiner Ehefrau und ihrer fünf Kinder verbrannt und verscharrt, nachdem sie im Verlauf des russischen Bürgerkriegs in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 ermordet worden waren. Im Jahre 1979 wurden die Überreste durch heimliche private Nachforschungen aufgefunden.

Heute ist ein Anbetungskreuz am Ort der Verbrennung errichtet.

Im Jahre 2000 wurde in Ganina Jama ein russisch-orthodoxes Männerkloster „Kloster der Heiligen Zarenmärtyrer“ gegründet. Das Kloster besteht aus sieben Holzkirchen und von den Mönchen in eigener Arbeit errichtet wurde. Das Holz dieser Kirchen wurde nur mit Axt und Säge bearbeitet. Die sieben Kirchen sind jeweils einem Mitglied der Zarenfamilie gewidmet.

Es wurde gerade auch eine Messe abgehalten und aus Interesse hatten wir uns das einige Zeit angesehen. Doch der leiernde Singsang reichte uns nach gut einer 1/4 Stunde.

Oskar durfte, wir üblich, nicht mit ins Kloster und musste die Zeit unter dem Tisch im Auto verbringen. So wie er aussieht, wäre er gern mitgekommen.

Am nächste Morgen (14.5.) suchten wir das Monument, das auf die imaginäre Grenze von Europa und Asien errichtet wurde. Lt. Wikipedia sollte es sich bei einer Stadt ca. 30 km westlich von Jekaterinburg befinden, aber dort war es nicht. Wir fanden es auf Nachfrage dann doch noch.

Dann ging es hinein in die Stadt. Wir wollten zur 'Kathedrale auf das Blut', dies ist ein Wallfahrtsort vor allem für russische Anhänger der Monarchie aus dem gesamten Land. Leider war die Kathedrale selber geschlossen. Anschliessend machten wir noch einen längeren Spaziergang durch die Stadt, Oskar wollte ja auch mal wieder bewegt werden.

Danach ging die übliche Suche nach einem Schlafplatz los und wir fanden einen etwas ausserhalb der Stadt an einem See. Hier wurde zuerst die 2. Flasche Sekt in dieser Woche geköpft, denn wir hatten unseren heutigen Hochzeitstag zu feiern.

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Kommentare: 6
  • #1

    Tapio Lehtinen (Freitag, 15 Mai 2015 09:48)

    Soon the easy part of your trip is behind because Siberia is not far away. You still have normal roads but...

    I hope all the best for your trip :-)

    We met at a Statoil petrol station in Latvia. My ex-wife was from Perm and we drove by car also into Ekanterinburg so I have some experience.

  • #2

    Brigitte Wiegers (Freitag, 15 Mai 2015 12:01)

    Hallo Ihr zwei,
    Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu Euer beider Geburtstage und Eurem HOCHZEITSTAG. Gerne erinnern wir uns an die fröhliche Flussfahrt.
    Übrigens : tolle Bilder, die Ihr macht. Man sieht nicht nur tolle Plätze und Gebäude,
    man sieht auch den Spaß den Ihr habt. Weiter so.
    L.G.
    Gitta

  • #3

    Oliver (Samstag, 16 Mai 2015 08:52)

    Moin Peter,
    erstmal Glückwünsche Nachträglich an euch beiden .
    Ich bin erstaunt wie schreibwütig Du bist, oder schreibt Brigitte für Dich :-)
    Die Bilder und Texte sind echt cool.
    Weiter so,
    Oliver

  • #4

    Peter (Sonntag, 17 Mai 2015 19:05)

    Danke für die ganzen Glückwünsche. Und, Oliver, ich schreibe...
    Gruß Peter

  • #5

    RalfW (Dienstag, 19 Mai 2015 01:05)

    Klasse Einträge. Macht richtig Spaß zu folgen! Das der Oliver noch Zeit hat Kommentare abzugeben... Mittlerweile tut sich bei unserem "Kleinen" auch was und es geht gut voran :-)
    Weiterhin wenig Schlaglöcher, gutes Wetter und eine schöne Zeit. Knabbert Oskar noch an den mitgebrachten Futterbeständen oder habt ihr ihn auf Russian dog food umgestellt?
    Grüße aus Buchholz,
    Ralf

  • #6

    Peter (Mittwoch, 20 Mai 2015 16:58)

    Hallo Ralf, Unser Oskar knabbert noch an den mitgebrachten Vorräten - wäre schlimm, wenn er die 70 KG schon alle hätte.
    Grüße aus Novosibirsk