Omsk

Von den letzten 3 Tagen gibt es nicht viel zu berichten. Morgens durfte Brigitte ihr Geschenk auspacken (noch einmal ganz herzlichen Dank, liebe Karin) und nach einem Geburtstagsfrühstück ging es dann so langsam wieder weiter.

Unterwegs stand ich mit dem LKW in einer Kleinstadt am Strassenrand, Brigitte wollte noch kurz beim gegenüberliegenden Markt Gemüse und Brot einkaufen. Da sehe ich eine allgemeine Trinkwasserstelle und gleich nutzten wir diese, um unsere Wasservorräte wieder aufzufüllen.

Wir fanden wieder einmal einen ruhigen Stellplatz an einem See am Dorfrand. Aber wir waren richtig verblüfft: so gut wie kein Müll. Leider ist es hier im Lande gerade an sehr interessanten und hübschen Stellen sehr vermüllt. An den Transitstrecken sieht man immer wieder Arbeiter, die den Müll einsammeln, aber abseits der Transitstrasse nicht. So fahren wir manchmal abends mehrere hübsche Stellen an, die wir uns aber aufgrund des Mülls nicht zumuten wollen.

Hier also ganz anders, ich muss es wiederholen: es war richtig sauber.

Wir wollten uns eigentlich mehr Zeit lassen, aber es gab Probleme mit der Schlafplatzsuche, so schafften wir mehr Kiloimeter als geplant und fuhren irgendwann gegen Abend auf eine Wiese. Das hat sich aber als nicht so positiv herausgestellt, denn wir konnten kaum verhindern, dass die Plagegeister über uns herfielen bzw. ins Auto kamen. Aber wir haben dann doch alle Mücken noch abends niedergemacht - dachten wir. Nach dem Aufwachen durften noch einmal 6 Stück von den Mistviechern dran glauben. Und jedesmal gab es Blutflecken, die hatten uns nachts doch noch überfallen.

Auf der letzten Wegstrecke dann nach 12 Tagen der erste Regen - und das Auto sah aus wie Sau.  Im Ortseingang von Omsk waren die Einfallstrassen übrigens teilweise noch schlecher als unterwegs. Wir wussten überhaupt nicht, dass das noch geht.

Nach einigem Suchen fanden wir eine Schlafstelle sehr zentral an einer Schiffsanlegestelle direkt vor einem Hotel und einem Kino. Naürlich zog das Auto wieder eine Menge Blicke, aber auch Daumenhochzeichen auf sich. Man fällt wieder auf. 

Erst einmal kam Oskar wieder zu seinem Recht und wir machten einen langen Spaziergang mit ihm.

Abends wollten wir noch ein klein wenig bzgl. unserer 3 Feiertage nachholen und sind in einem hübschen, sehr gut besuchten Restaurant Essen gegangen. Das ganze war etwas teurer, dafür aber auch etwas schlechter. Wir verzichteten auf den Nachtisch und genehmigten uns im Womo zum Trost noch einen Pudding und fielen dann ins Bett.

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