Krasnoyarsk

21.5. bis  24.5.

 

Am Donnerstag, 21.5., wollen wir wieder weiter, vorher verabschiedeten wir uns noch von unseren Gesprächspartnern im deutsch-russischen Haus. Das zog sich noch hin,so dass wir erst gegen Mittag los kamen.

Vorher kam noch ein Gewitterregen vom Himmer, die Strassen waren wieder naß und dreckig

und unser Auto..... Wir hatten es doch gestern erst gewaschen!!!

Nach genau 168 km war unsere Tour schon zu Ende, wir hatten mal wieder einen Schlafplatz an einem See gefunden. Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich ein eingezäuntes Areal, welches wir uns beim Spaziergang mit Oskar kurz anschauten. 

Kaum zurück bei Auto kam der Besitzer zu uns. Er sprach etwas englisch und auf unseren Hinweis, wir wollten hier nur schlafen, lud er uns zu sich ein. Wir sollten auf seinem Anwesen übernachten. Er bot uns auch die Nutzung seines Spa-Bereiches und des Kamins an. Das alles hätten wir kostenlos nutzen können. Da wir aber nicht so die Saunagänger sind, verzichteten wir darauf. 

Der Eigentümer, Kirill, ist mit einer Münchnerin verheiratet, die beiden wohnen mit ihren Kindern ein paar Kilometer entfernt. Wenn wir es richtig verstanden haben, ist er dabei, die Datscha als Wellness-Oase aufzubauen.

Wir wurden noch zum Tee eingeladen und bekamen etliche Getränge geschenkt. Die Gastfreundschaft der Menschen hier ist einfach umwerfend - vielen Dank Kirill.

Wir wurden noch zum Tee eingeladen und bekamen noch etliche Getränke geschenkt. Die Gastfreundschaft der Menschen hier ist einfach umwerfend – vielen Dank Kirill

Weiter ging es am nächsten Morgen auf dem Siberi Highway (lt. NAvi). anbei ein paar Bilder davon. Seit Novosibirisk hat sich die Landschaft wieder verändert. Während es westlich der Stadt überwiegend flach und eintönig ist, wird es jetzt wieder hügeliger, die Wälder sind keine reinen Birkenwälter mehr sonder sind durchzogen von Nadelgehölzen, überwiegend Kiefern.

Von Eintönigkeit keine Spur mehr.

Das Strassenschild mit der Stadt Irkutsk wird uns jetzt weiter begleiten, nur die Kilometerzahl wird immer weniger.

Anbei ein paar Bilder von einigen sibirischen Dörfern.

Zwischendurch fanden wir noch diesen Lokomotiv-Friedhof. Leider kamen wir nicht dichter dran, als wir den Eingang fanden, wurde uns deutlich gemacht, dass Fotographieren nicht erwünscht sei.

Nach 3 Tagen erreichten wir Krasnoyarsk, diese Stadt liegt am Fluß Jenissei. Krasnoyarsk wird als Stadt der Brunnen bezeichnet, es sollen ca. 50 Brunnen vorhanden sein. Des weiteren hat sie mit der Straße Prospect Mira eine berühmte Einkaufsstrasse. Wir haben einen kleinen Teil davon gesehen - das Wetter lud nicht zum weiteren Bummel ein. Wir wurden wieder von Gewitterregen überrascht.

Den Wagen hatten wir direkt an der Uferpromenade abgestellt, dort wollten wir auch die Nacht verbringen. Aus Erfahrung ahnten wir, dass hier wieder der Treff der jungen Leute mit ihren Autos war. Doch was wir erlebten, übertraf alle anderen Treffs. Links udn rechts parkten Autos, dazwischen ebenfalls in Zweierreihen. Dann gab es noch 2 Fahrspuren, auf denen ein äusserst reger Verkehr herrschte. Dabei aber leider auch Verrückte, die mt ihren getunten, manchmal nur lauten Autos zwischendurch heizten. Dass wir von der Musik und den Bässen mehr als berieselt wurden, lässt sich ja denken.

Trotzdem gelang es uns, noch vor Mitternacht zu schlafen. Gegen 4:45 Uhr wurdenwir wieder von wummernden Bässen geweckt. Doch nachdem ich den jungen Mann bat, das Radio leiser zu drehen, tat er das auch umgehend. Kurz darauf verschwand er mit seinem Mädel wieder.

So sah es am nächsten Morgen auf der Promenade aus; man kann sich kaum vorstellen, dass es in der Nacht wie auf de Autobahn zuging.

Auch der Sonntagmorgen war wieder völlig verregnet, so dass wir uns nicht mehr länger in Krasnoyarsk aufhalten wollten. Anbei ein paar Bilder von den z.T. überfluteten Strassen. Die Abwasserkanalisation scheint in keinster Weise zu funktionieren.

Wir hatten jetzt genug vom Regen, am Baikal soll die Sonne scheinen - also auf und weiter gen Osten. Es sind noch über 1100 km bis Listvyanka - dass sollte doch in 4 Tagen zu schaffen sein. Bernhard und Brigitte wollten auch dort sein und bevor sie sich in die Mongolei aufmachen, wollten wir sie evtl. dort noch treffen.

Der Sonntag wurde dann mit fast 400 km unsere längste Tagesetappe. Das lag daran, dass wir die letzten Kilometer keinen Schlafplatz abseits der Hauptstrassen fanden. Da es immer wieder Regenschauer gab, waren die Zuwege immer matschig und sumpfig. 

Aber endlich fanden dann doch einen Platz direkt an einem Fluß. Oskar tag erst mal wieder etwas für die deutsch-russische Freundschaft. Die Familie hatte den Sonntag hier verbracht mit Angeln und Picknick. Als Oskar auf die Familie zustürmte (hat jemand einen Tioo, wie wir ihm das abgewöhnen können, ohne die Leine zu gebrauchen?), bekam der kleine Sohn Angst und sprang laut schreiend ins Auto. Aber Mama griff sich den Oskar und spielte mit ihm. Nachher konnte der Kleine kaum noch von Oskar lassen und hätte ihn am liebsten mitgenommen. Aber das Auto war zum Glück voll.

Heute gab es noch eine Steigerung der bisherigen Abende in freier Wildbahn: jeden Abend hörten wir einen Kuckuck, er begleitet uns schon seit dem Baltikum. Und heute hatte er wohl seinen Bruder dabei, denn wir hörten jetzt auch einen zweiten. Mal sehen, ob jetzt beide unsere Reise weiter begleiten wird.

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