Arvaikheer

Geschafft – wir waren zur Mittagszeit in Arvaikheer angekommen.

Aber zuerst noch zu gestern abend: wir bekamen Besuch, allerdings nicht von einem Mongolen auf dem Mopett, sondern vom Gewitter. Es war direkt über uns und nach einigem Donnern und diversen Blitzen fing es reichlich an zu regnen. Doch das störte uns nicht, denn im Koffer sassen wir hoch und trocken.

Die Piste nach Arvaikheer war wieder in einem gemischten Zustand, teileweise mit bis zu 50 km/h befahrbar, dann wieder ein langsames Stuckern und zwischendurch auch ein langsames Kraxeln über Steinpisten die Hügel hinauf und hinunter. 

Zwischendurch konnten wir auch einen schon häufiger gesehen Greifvogel fotographieren. Wir meinen, es ist der mongolische 'kleinwüchsige Steppenadler' oder ein Bussard.

Und dann sahen wir noch 2 Kraniche, was ja eigentlich nichts besonderes ist, denn bei uns zu Hause sehen wir diese Vögel des öfteren. Was uns aber überraschte, waren die beiden Jungen, die das Elternpaar mitführte. Dies hatten wir noch nie in Natura erlebt.

Ca. 6 km vor der Stadt war ein Vorort und dort, man glaubt es kaum, eine Teerpiste. Die war allerdings in einem Zustand, dass man sich fast die gut laufende Piste wieder herbei sehnte.

Macht nichts, endlich wieder in der Zivilisation. Der erste Weg war in den nächsten Telefonkarten-Laden und nach einigem hin und her aufgrund der Sprachprobleme, weiteren 4 GB kaufen konnte die Karte endlich aktiviert werden. Jetzt hab ich zwar gleich 9 GB drauf, dafür sogar 26 € bezahlt, aber das war mir auch egal. Wichtig war nur: Endlich wieder ins Internet und schauen, was mit Jürgen und Gerda ist. Doch die negative Überraschung: keine Nachricht von den beiden.

Es nutzt nichts, wir müssen weiter auf Infos warten. Es ist zumindest ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass bei ihnen alles in Ordnung sein soll - so haben wir es zumindest von Wolfgang und Gisela erfahren, die mit Jürgen und Gerda über Whatsapp kommuniziert haben.

Wir versuchten noch, unsere Vorräte zu vervollständigen. Allerdings ist das hier nicht so ganz einfach, denn trotz aufsuchen von 3 Supermärkten (was sich hier denn so Supermarkt nennt), haben wir nur das nötigste bekommen. Die Mongolen sind, zumindest ausserhalb der Hauptstadt, diesbezüglich nicht so ganz auf uns Europäer auf Langzeitreise eingestellt.

Da wir keine große Lust mehr auf Weiterfahren haben, suchten wir uns am Nachmittag ausserhalb der Stadt einen ruhigen Stellplatz, nutzten noch ein bisschen das langsame (da ausserhalb) Internet, um die wichtigsten Dinge zu erledigen und genossen wieder einmal den Ausblick.

Und den Sonnenuntergang  mit den Lichtspielen, die wohl nur in der Mongolei so vorkommen, brauch ich wohl nicht erwähnen.......

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Kommentare: 3
  • #1

    RalfW (Mittwoch, 24 Juni 2015 12:48)

    Gut zu Hören! Freue mich auf ein Update. Grüße aus/von Mallorca (Arbeit. Mitleidsbekundungen werden nicht erwartet :-)). RalfW

  • #2

    Brigitte Wiegers (Mittwoch, 24 Juni 2015 14:13)

    Schön, dass Ihr wieder online seid. Wer sich in solch unwirtlichen Gegenden aufhält muss damit rechnen, dass auch mal die Technik versagt.
    Wir sind mitten in den Renovierungsarbeiten für unser Bad. Es staubt, es ist alles durcheinander, ständig sind fremde Menschen im Haus und wir haben nur noch ein WC. Hoffentlich hat das bald ein Ende. Wir erwarten auch keine Mitleidsbekundungen.
    Sind gespannt auf die neusten Eindrücke.
    Viele Grüße
    Gitta u. Manfred

  • #3

    Iris & Klaus (Donnerstag, 25 Juni 2015 18:30)

    Hallo Ihr Lieben,
    schön zuhören das es Euch gut geht. Wir denken oft an Euch, hoffen immer das die Reise auch weiterhin gut verläuft. In Sauensiek ist bisher auch nichts aufregendes passiert. Ich habe übrigens zu Eurem Zahnarzt gewechselt, ich bin total begeistert.
    Am Samstag haben wir in der Firma ein großes Familenfest, wir rechnen mit ca. 2500 Leuten, bin mal gespannt wie es wird.
    Wir wünschen Euch weiterhin viel Spass, schöne Eindrücke und nette Begegnungen.
    Viele Liebe Grüße
    Iris & Klaus