Ulaangom

Unser gemeinsames Ziel war die Stadt Ulaangom, die auf der Nordroute durch die Mongolei liegt. Diese Stadt war zum Zeitpunkt des Seidenstrasse ein wichtiger Handelsplatz.

Zuerst einmal allerdings sollte es in den Nationalpark Kharkhiraa Uul gehen. Dort gibt es zwischen den 4000'er schneebedeckten Berggipfeln eine Plattform in fast 3000 m Höhe, die einen wunderbaren Blick auf die beiden 4000'er und die weiteren Berggipfel zulassen.

Dazu musste man durch eine Schlucht fahren, der Weg war zwar nicht im Navi und auch nicht auf der Karte verzeichnet, doch gemeinsam fanden wir die Piste. Durch die Schlucht durch fanden wir am späten Nachmittag einen annehmbaren Stellplatz in 2180 m Höhe und verbrachten die Nacht dort. Bei der Ankunft standen dort ein paar Geier, die sich aber kurz nach unserem Auftauchen davon machten. Es war inzwischen reichlich abgekühlt (vor der Schlucht hatten wir noch gut 25 - 28 Grad) und so windig geworden, dass unserem Oskar die Ohren zu Berge standen.

Nach dem Frühstück machten wir uns weiter auf den Weg, es war teilweise ein ganz schönes Stück Gekraxel für die Autos. Wir wurden wieder einmal von grandiosen Bergen, herrlichen Farbspielen und mit fantastischen Ausblicken belohnt. 

Um nach Ulaangom zu kommen , waren wir versucht, einen neuen Weg zu suchen. Doch 2 Reiter erklärten, dass das nicht möglich wäre und wir wieder durch die Schlucht zurück zu fahren hätten. So taten wir das und nach gesamt 64 km kamen wir am frühen Abend am vorherigen Schlafplatz wieder an, wo wir die kommende Nacht dann auch verbrachten, denn es war ruhige und bis auf ganz wenige Besuche ohne Störung (wobei das Wort 'Störung' in keinster Weise negativ gemeint ist).

Beim Aufwachen war uns kalt, im Auto zeigte das Thermometer nur noch 9 Grad an, draussen waren es sogar nur noch 5 Grad. Wir machten also wieder einmal die Heizung an und blieben so lange im Bett, bis es mollig warm war. Am nächsten Vormittag dann den Rest durch die Schlucht und auf einer zeitweise sehr angenehmen Piste gen Norden. Dabei wurden auch ein paar 'Staubbilder' gemacht. Zeitweise hatten wir einen sehr schönen Blick auf die Schnee- gipfel.

ie letzten 30 km hatten es wieder in sich: Allerübelste Schotter- und Wellblechpiste. Schon weit vor der Stadt standen (wie vor vielen Städten) die Jurten von Nomaden. Wir sahen schon die ganzen Wochen immer wieder Menschen, die sich ihr Brennmaterial (Viehmist) für den Winter zusammen suchen, hier wurde der Mist als 'Dönerkacke' aufgehäuft. Dann gab es noch eine Brücke, die wir lieber nicht überfuhren. Und am Ortseingang ein alter Bus-Koffer, der mal als Wegelagerei-Station diente, jetzt aber von Schwalben in Beschlag genommen wurde.

In Ulaangom wurde noch eingekauft, die Dieseltanks etwas gefüllt (nur so viel, wie wir wohl noch bis Russland brauchen würden) und wichtige Mails erledigt, bis wir uns dann zum Abend ausserhalb der Stadt einen Stellplatz, wieder an einem kleinen Fluß, suchten. Da in unmittel- barer Nähe wieder Jurten standen, liessen die üblichen Besucher nicht lange auf sich warten.

Ein kleiner Nachtrag: Es wurde, nachdem wir die Schlucht verlassen hatten, wieder bis gut 30 Grad warm.

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