Ölgii

Von Ulaangom aus wollten wir nach Tsagaannuur, dies ist eine kleine Stadt, nur noch ca. 60 km vor dem Grenzübergang nach Russland. Allerdings wollten wir nicht die übliche Nordroute, sondern so weit wie möglich über Nebenpisten dort hinkommen. 

Nach gut 25 km mehr oder weniger guter Teerstrasse dann auf die Piste, in diesem Fall noch die Hauptpiste, die nur so von Wellblech strotzte. Doch es gab, wie meistens, mal wieder daneben eine extra Fahrspur, die wir auch genommen hatten. Die Autos mussten dann mal wieder gut arbeiten, denn es ging relativ steil bergauf.

Zur Abwechslung ging es mal wieder durch eine Schlucht durch dann sahen wir den See Üüreg Nuur. Dieser See hat keinen natürlichen Ablauf mehr und somit einen höheren Mineralgehalt. Die Farbe auf den Bildern ist echt, so sieht blau sieht der See wirklich aus.

Am See gibt es ein kleines Ger-Camp und wir nutzten die Möglichkeit, hier noch zu Abend zu essen. Dass, was ihr auf dem Tisch seht, hat zusammen gerade einmal 12 € gekostet.

Wir stehen übrigens mit Absicht so weit ab vom Wasser, denn auch hier hat die Mückensaison mittlerweile angefangen.

Am nächsten Morgen mussten die Autos wieder einmal auf Nebenstrecken gut klettern, zuerst ging es nur langsam bergab, aber dann innerhalb weniger Kilometer schafften wir über 1000 m Höhenunterschied.

Wir wurden unterwegs von Kindern begrüsst, einen Adlerhorst (nein, es war wohl nur ein Bussard) gesehen und gegen Abend wollten wir das Feierabendbier am See Achitnuur geniessen, doch die Mücken hinderten uns daran, so dass wir noch etwas weiter in die Berge fuhren - lt. Jürgen häten die beiden dort vor ein paar Tage gestanden und es wäre mückenfrei - man sieht es.

Tags dadrauf ging es zuerst durch eine wunderschöne Halbwüsten-Landschaft.

Irgendwann kam etwas Farbe ins Spiel und es ging durch eine Schlucht bergauf bis auf 2100 m Höhe, kurz vor der Stadt Tsagaannuur. Wir hofften, dort einen Mückenfreien Platz zu bekommen, was leider nicht so ganz gelang, so dass der Abend nach den üblichen Besuchen nicht sehr lang wurde.

Es ist jetzt Freitag und wir trennen uns von unseren Mitreisenden. Sie wollen über die Grenze nach Russland, während wir noch wieder etwas östlich wollen in die Stadt Ölgii. Wir verabreden, uns in 2 - 3 Tagen auf einem Ger-Camp auf der russischen Seite zu treffen, um noch gemeinsam ein paar Tage auszuspannen.

Zwar gibt es ein gut ausgebaute Teerstrasse nach Ölgii, doch wir ziehen eine Nebenstrecke vor, da wir die Teerstrasse ja auf unseren Weg zur russischen Grenze in wenigen Tagen nutzen werden.

In Ölgii stehen wir direkt am Fluss Khovd, mitten in der Stadt. Wir kauften noch ein paar wichtige Dinge ein, auch um das restliche mongolische Geld unter die Leute zu bekommen und nutzten das vorhandene Internet, um die Homepage wieder zu vervollständigen und mit der Heimat per Skype zu telefonieren. Abends kam noch ein Gewitter auf und statt drückende Temperaturen jenseits der 30 Grad hatten wir um Mitternacht noch angenehme 25 Grad.

Die Nacht war sehr ruhig, obwohl ganz in der Nähe sich noch einige junge Leute versammelt hatten. Aber die laute Musik, wie wir es in Russland kennen gelernt hatten, war nicht mit ihm Spiel.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mykines (Mittwoch, 29 Juli 2015 21:47)

    Ja, die MGL ist ein traumhaftes Land. Schoene Strecke hattet Ihr, viele fahren, wenn ueberhaubt, nur die Hauptwege - was wie A7 durch D-Land ist.

    Mykines