Bishkek

Am Samstag ging es nach Bishkek hinein. Die Hauptstadt ist eine relativ junge Stadt und ein Industrie-, Verkehrs-, Kultur- und Touristenzentrum. Mit etwa 100 m² Grünfläche pro Einwohner ist Bishkek augenscheinlich eine der grünsten Städte der Welt (Zitat aus dem Reiseführer). 

Zuerst einmal kamen wir in die Innenstadt, ein Gewusel und Gewimmel von Menschen und Autos. Zuerst dachten wir, schnell Geld tauschen (auch hier konnte ich mit der EC-Karte kein Geld ziehen), eine SIM-Karte und Brot kaufen und dann nichts wie weg. Doch wir fanden einen Parkplatz neben einem Park in unmittelbarer Nähe des Parlaments.

Hier standen wir sehr ruhig. Der Lärm der ca. 100 m entfernten Hauptstraße wird von den Bäumen geschluckt. Hinzu kam, dass vor dem Parlament eine große Bühne aufgebaut wurde, da am Montag der Unabhängigkeitstag gefeiert werden sollte.

Nach einem langen Spaziergang mit Oskar durch die Parks – hier kommt ein Park nach dem anderen – und einer abendlichen Besichtigung eines nahe gelegenen Vergnügungsparks und einem Absackerbier auf einer Parkbank verbrachten wir eine leidlich ruhige Nacht. 

Den Sonntag morgen ließen wir ruhig angehen. Erst einmal einen Kaffee im Bett, ein bisschen lesen und anschließend auf den großen Platz vor der Bühne – hier wurde noch geübt für den morgigen Tag.

Auch die Soldaten durften mittanzen.

Nachmittags ging es noch mal in die Innenstadt, wir besichtigten den Schwarzmarkt und ließen uns einen Kirgisischen Döner schmecken. Wie schon am Vortag wieder ein Gewimmel und Gewusel sowie eine Menge Gehupe. Das Ganze, insbesondere der Schwarzmarkt, machte einen orientalischen Eindruck. 

Den frühen Abend verbrachten wir wieder auf der Parkplatz im Schatten der Bäume und bei Dunkelheit auf dem großen Platz vor der Bühne – hier war richtig viel Stimmung.

Am Montagmorgen wurden wir um 06.30 Uhr von lautem Klopfen am Womo geweckt. Die Polizei wollte uns vertreiben, wir sollten umgehend wegfahren, man wollte mir nicht mal Zeit geben, mich anzuziehen. Nach einer hitzigen und lauten Diskussion sah man ein, mir vielleicht noch 5 Minuten einzuräumen und wir fuhren das Auto einige Straßen weiter, alle Straßen rund ums Parlament waren mittlerweile gesperrt worden.


Und was macht unser Oskar, unser scharfer Wachhund? Nichts, er schläft in aller Ruhe weiter und läßt mich allein die Situation klären.


Am neuen Parkplatz konnten wir noch ein klein wenig weiter dösen, aber das Interesse an den Feierlichkeiten war gesunken. Es wurde am Vormittag auch wieder sehr warm. Immer mehr Menschen gingen zwar schon zum Festplatz, da wir aber noch nichts an Ansagen oder Musik aus den großen Lautsprechern hörten und schon am Vortag einiges vom Programm gesehen hatten, entschlossen wir uns, statt dessen lieber in den Ala-Archa Nationalpark zu fahren, wo wir dann noch einen schönen Stellplatz oberhalb des Flusses Ala Archa fanden. Leider zog am Nachmittag ein kleiner Regenschauer auf und es kühlte wieder stark ab (wir sind wieder um die 1900 m hoch). Camping ist hier zwar untersagt, aber wir störten uns nicht daran und blieben einfach über Nacht in der Hoffnung, nicht gestört zu werden und noch etwas Schlaf nachzuholen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Mathias & Bianca (Freitag, 04 September 2015 19:09)

    Hallo Ihr 3,
    es ist schön mal wieder von eurer Reise zu lesen.
    Wir beide waren auch kürzlich im Urlaub (Polen,CZ), leider nicht ganz so weit und so lange unterwegs.

    Die Fotos laden ein zum verreisen. :-)
    Wie ich gehört habe, soll es im nächsten Jahr noch einmal ein AMR Treffen geben. Es wäre sicher interessant dort von Eurer Tour einen Vortrag zu sehen.
    ...falls ihr nicht noch länger unterweg sein wollt. ;-)

    Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsem Grill-Abend mit Lagerfeuer.

    Viele Grüße
    Bianca und Mathias

  • #2

    karin (Samstag, 05 September 2015 10:05)

    Hallo,
    Habe eure route verfolgt.
    Hört sich alles gut an.
    Ich komme über kühlungsborn nicht hinaus.
    Weiterhin gute fahrt.
    Karte ist angekommen.
    Liebe grüsse karin