Samarkand

Um die Mittagszeit fuhren wir endlich raus aus Tashkent Richtung Samarkand. Lt. Landkarte soll es sich bei unseren nächsten Strecken um autobahnähnliche Straßen handeln - das tut es auch, wenn man betrachtet, dass die Straßen 4-spurig gebaut sind. Aber besonders gut ist der Straßenbelag ausserhalb Tashkents leider nicht. Dafür entschädigen so manche Ausblicke auf andere Verkehrsteilnehmer.

Man sieht Eselkarren (hier mal in der richtigen Richtung, häufig auch entgegenkommed), Fußgänger, Radfahrer, entgegenkommende Autos, Traktoren, im Prinzip alles Mögliche auf diese Straßen. Auch abenteuerlich bepackte PKW, bis hin zum umfunktionierten Schlafzimmer-Transporter. Und wenn nötig, stehen 2 Frauen mittig der Fahrbahnen und halten einen Plausch über die Betronabgrenzung. Leider war es nicht möglich, dieses auf einem Foto festzuhalten.

Die Städte Tashkent, Samarkand, Bukhara und Khiva liegen am Rand der Großen Seidenstrasse. In Tashkent selber ist davon nicht mehr viel zu sehen.

Samarkand allerdings zeigt noch sehr viel davon. Wir erreichten die Stadt gegen 18:00 Uhr und beim späten Spaziergang mit Oskar zeigte sich das Rigestan in voller Beleuchtung.

Am nächsten Tag ging es los, die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

So z.B. die Moschee Bibi Hamin

Das Mausoleum Bibi Hamin auf der anderen Straßenseite, leider wegen Renovierung nicht zu besichtigen.

Gleich hinter der Moschee Bibi Hamin war der Basar zu finden.

Die Moschee Hasrati Hisir und die Gräberstadt. Dann könnt ihr noch erkennen, wo wir standen - zentraler ist kaum noch möglich.

Die ersten Bilder vom Rigestan, dieses Mal am hellichten Tage

Der Rigestan (Sandplatz). Wie auf dem ersten Bild zu sehen, wird der Rigestan (der im Moment neu gepflastert wird) von 3 Medresen (Ulugbek, Tella-Kari und Schir-Dar) umgeben.

Auf dem Rigestan wurden nach dem Bau auf einer Fläche von 60 x 70 m Paraden abgehalten, Gesetze verkündet, Hinrichtungen vollzogen und die abgeschlagenen Köpfe auf hohen Stangen der neugierigen Volksmenge gezeigt (Quelle: Reiseführer).

Heute ist das natürlich nicht mehr so. Die Bilder zeigen die 3 Medresen, die z.T. schon renoviert sind bzw. werden. 

Medresen sind Hochschulen, alle haben einen Innenhof und sind sehr häufig 2-stöckig erbaut. In der unteren Etage sind heute viele kleine Verkaufsstände eingerichtet, damit die Touristen ihr Geld im Land lassen können. Es wird eigentlich überall das Gleiche verkauft.

Diese erste Bilderreihe zeigt die Medrese Ulugbek, die schon renoviert ist.

Die 2. Medrese, Tella-Kari, ist ebenfalls schon renoviert.

Und zu guter Letzt die 3. Medrese, die Schir-Dar

Aber das reichte uns noch nicht, wir mussten noch das Mauseoleum Gur-e Amir besichtigen. Wie ein Palast wirkt das Gur-e Amir, das Mausoleum des Mongolenherrschers  Amir Temur (lt. Reiseführer).

Samarkand hat uns sehr gut gefallen. Was etwas stört, sind die vielen Verkaufsstände (das ist in Europa allerdings auch nicht anders). Die Saison ist Ende Oktober vorbei, auch jetzt schon sind nicht mehr viele Touristen zu sehen. Deshalb wird man verstärkt angesprochen und mit Discount gelockt.

Die Stadt ist rund um die Sehenswürdigkeiten sehr hübsch zurecht gemacht, es ist alles weiträumig und trotzdem fußläufig zu erreichen. Wir fanden ein sehr günstiges B&B in kurzer Distanz zum Rigestan. Das Haus selber war zwar eine Bruchbude, aber wir bekamen für kleines Geld wieder eine Registrierung.

Und ganz in der Nähe gab es ein kleines Lokal, überwiegend von Einheimischen besucht. Dort haben wir es uns an den beiden Abenden gut gehen lassen und für kleines Geld jeweils ein leckeres Uzbekisches Essen bekommen.

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