Bukhara

Bei Regen sind wir morgens gestartet, aber im Laufe der Strecke klarte es wieder auf.

Das Land zwischen den Städten war nicht besonders interessant. Während es von Tashkent aus kommend die letzten 100 km vor Samarkand etwas bergig wurde (im Hintergrund lag schon wieder frischer Schnee (die hohen Temperaturen sind vorbei), gab es auf der Strecke nach Bukhara nicht viel zu sehen ausser der Landwirtschaft. Sehr häufig war Baumwolle angepflanzt und man konnte immer noch Menschen bei der Baumwollernte sehen.

Bukhara macht einen ganz anderen Eindruck als Samarkand, uns gefiel es nicht ganz so gut.

Wir fanden wieder einen Stellplatz, dieses Mal auf einem Parkplatz direkt neben der Altstadt mit Ihren Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Großen Seidenstraße. Für knapp 2 € die Nacht konnten wir hier stehen bleiben.

Da wir zeitig am Nachmittag ankamen, konnten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang mit Oskar durch die Stadt durchführen.

In Bukhara kam es uns touristischer vor. Die Verkaufsstände standen wesentlich gedrängter und auch die Verkäufer waren aufdringlicher. Andauernd wurden wir gefragt: where you come from. Und kaum sagten wir: from Germany, wurde uns auf deutsch angeboten, die Auslagen anzuschauen.

Es war zwischendurch mal ganz lustig. Es liefen auch neben deutschen Touristen-gruppen (in Bukhara sind noch mehr Touristen als in Samarkand) auch Franzosen und andere Euopäer sowie Brasilianer durch die Stadt. Und die Verkäufer konnten alle Sprachen, allerdings immer nur die gleichen 2 – 3 Sätze. Aber irgendwann nervte die ewige Anbaggerei doch. Auch Oskar wurde immer angebaggert, doch ihn störte es nicht, im Gegenteil.

Hier eine kleine Auswahl der Bilder aus Bukhara, auch 2 Hochzeitspaare (am ersten Nachmittag hatten wir 6 Paare gesehen).

Wir sind auch in Bukhara 2 Nächte geblieben. Der nächste Tag war zwar sehr sonnig, doch ein kalter Wind war aufgekommen. Morgens waren es gerade einmal 5 Grad.

Nach dem langen Spaziergang mit Oskar kümmerten wir uns noch ein bisschen um den Wagen, er musste mal wieder abgeschmiert werden, die Photovoltaikplatten waren verschmutzt und die eine oder andere Schraube wurde nachgezogen.

Ach ja, und der Wechselkurs wurde auch immer besser, je weiter wir gen Westen kamen. In Tashkent bekamen wir noch 4900 SUM für einen Euro, in Samarkand waren es schon 500 SUM mehr und in Bukhara bekamen wir sogar 5900 SUM.

Und beide Abende gingen wir in einen Pub, nichts besonderes, aber es gab hier uzbekisches Essen und vor allem --------------------- frisch gezapftes BIER

Ach ja, und falls ihr euch fragt, wieso wie uns im Moment soviel Zeit lassen, obwohl wir doch auf der Nordseite ums Kaspische Meer wollten: diese Idee ist gestrichen. 

Wir haben in Samarkand mit einem Taxifahrer verhandelt. Deshalb fahren wir morgen wieder Richtung Samarkand zurück, allerdings auf einer südlicher verlaufenden Strecke. Am 28. werden wir dort ankommen und am 29.10, morgens um 04.00 Uhr, holt mich der Taxifahrer ab, fährt die 300 km mit mir zu turkmenischen Botschaft, wo ich dann die Visa abholen werde, und anschliessend zurück nach Samarkand. Das ganze macht er zu einem Preis, für den ich nicht den Diesel in Uzbekistan kaufen kann. Hinzu kommt, dass das Taxi die Strecke doch etwas schneller schafft als wir mit dem LKW.

Wenn ich  am 29.am frühen Nachmittag wieder zurück bin, geht es mit unserem Auto weiter gen Westen. Wir werden uns dann noch Khiva anschauen und am 01.11. über die Grenze nach Turkmenistan fahren.

Dies Idee erscheint uns als das streßfreieste, was wir tun können. Jetzt hoffen wir nur, dass die Visa auch wirklich am 29. auf der Botschaft in Tashkent liegen werden. Ihr werdet es in ein paar Tagen lesen können.

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