Tiflis

Nach dem Grenzübergang fuhren wir noch knapp 17 km und fanden dann auf einer Anhöhe einen Platz zum Übernachten. Georgien begrüsste uns am ersten Abend mit einem schönen Sonnenuntergang hinter den Bergen

Am nächsten Morgen musste unser letztes Brot noch an eine kleine hungrige Hunde- familie verfüttert werden. Die beiden Kleinen hatten bei der Anfahrt am Abend vorher schon vorsichtig hinter einer Schuppenecke hervorgeschaut

Wir erreichten Tbilisis (Tiflis) am Mittag, erst einmal mussten wir unser Auto waschen lassen, denn es war durch den Schnee im Iran saudreckig. Danach trafen wir uns mit Giorgi, dem Bruder von unserer Freundin Tamuna; bei ihr in Mestia wollen wir feiern. Giorgi lebt mit seiner Familie bei Nana, der Mutter der Beiden.

Und es kam, wie es kommen musste: wir waren erst einmal bei Nana eingeladen. Nur schwer konnten wir ihr verständlich machen, dass wir unser eigenes Bett dabei hatten.

Aber zum Essen mussten wir definitiv die nächsten Tage zu ihr kommen – das war Gesetzt!!!

Als erstes marschierten wir mit Giorgi los, eine SIM-Karte kaufen, damit wir endlich wieder ins Internet konnten.

Ganz in der Nähe der Wohnung war ein öffentlicher Parkplatz hinter dem Gebäude der Georgischen Nationalbank, dazu gehörte auch ein kleiner Park mit Bäumen und Rasen, wo einige Tbilisier ihre Hunde spazieren führten. Lt. Giorgi sollten wir erst nach 18:00 Uhr auf den Platz, da er tagsüber von den Berufspendlern genutzt wird und wir abends leichter einen Parkplatz finden könnten. Doch der Security-Mensch wollte uns nicht stehen lassen mit der Begründung: Wäret ihr am Tage gekommen, wäre das Stehenbleiben über Nacht kein Problem. Aber jetzt ginge es nicht mehr, da Feierabend wäre (das war übrigens ein öffentlicher Parkplatz ohne Absperrungen). Das war eine Logik, die ich nicht nachvollziehen konnte. Wir schauten noch, ob es hinter dem Platz noch eine Stelle gäbe – ja, die gab es, war aber nicht akzeptabel. Und kurzerhand liessen wir den Wagen stehen und es hatte die gesamt 3 Nächte auch nie jemand etwas gesagt.

Am nächsten Tag, nach einem ausgiebigen Frühstück bei Nana, ging Brigitte erst einmal zum Friseur. Am Nachmittage machten wir uns auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Ich selber kenne sie schon vom Vorjahr und so konnte ich Brigitte einiges zeigen. Es gab auch den ersten Glühwein der Saison.

Tiflis ist eine Stadt der Gegensätze. Zum einen gibt es noch viel alte und ganz alte Gemäuer, auf der anderen Seite auch sehr futuristische Gebäude.

Und, um es vorweg zu nehmen: Es wehte den ganzen Tag ein starker kalter Wind.

Am nächsten Tag fuhr Nadja, Giorgis Frau, gemeinsam mit einer Freundin und uns nach Mzcheta, das ist eine kleine und sehr alte Stadt (ehemalige Hauptstadt, bevor Tiflis es wurde), um uns dort noch einige alte Sehenwürdigkeiten wie Kloster, Kirchen und Altstadt zu zeigen.

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