Kachetien

Am Donnerstag verließen wir wieder die Hauptstadt, wir wollten ins östlich gelegene Weingebiet Kachetien fahren.

Das erste Ziel war das Mönchskloster Dawit Garedscha. Zum Teil sind die Mönchszellen direkt in den Felsen geschlagen. 

Als wir am nächsten Morgen weiter gen Osten wollten, entdeckten wir noch eine Burg unweit der Straße. Von außen sah diese Burg sehr gut erhalten bzw. renoviert aus, innen war sie absolut leer.

Am Nachmittag erreichten wir die kleine Stadt Signagi. Lt. Reiseführer ist dies eines der interessantesten Orte Georgiens. Um 1722 wurde hier eine Festung errichtet, die insgesamt 23 Türme umfasste. Die Stadt strömt einen italienisches Flair aus und bei schönem Wetter gibt es einen herrlichen Blick auf das Alasani-Tal und den schneebe- deckten Gipfeln des Kaukasus. Doch leider konnten wir aufgrund tiefhängender Wolken diesen Blick nicht geniessen. 

Anschliessend besuchten wie noch das Nonnenkloster Bodbe. Dieses ist zum größten Teil schon wunderschön renoviert, an einer daneben stehenden Kirche wird zur Zeit noch gebaut.

Wir wollten gern vor dem Kloster übernachten, doch bekamen wir keine Erlaubnis und mussten uns in einiger Entfernung, mittlerweile bei Dunkelheit, einen Schlafplatz irgendwo neben einem Weinberg suchen.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf nach Telavi. Kurz vor dem Ort gibt es ein von Reiseführer empfohlenes Weingut (www.schuchmann-wine.com). Wir fragten an, ob wir abends dort zum Essen und einer Weinprobe kommen könnten. Doch leider gab es einen Stromausfall und der Geschäftsführer; der sehr gut deutsch spricht, hatte alle Mitarbeiter übers Wochenende nach Hause geschickt. Doch eine Mitarbeiterin war bereit, für uns zumindest eine Weinprobe vorzubereiten, so dass wir für den Abend wiederkommen wollten.

Doch vorher wollten wir noch die Sehenswürdigkeiten der Umgebung anschauen.

 

Zuerst das Kloster Ikalto

Danach das Nonnen-Kloster Achali Schuamta

Und nur 2 km weiter lag das Kloster Dzweli Schuamta, das aber noch in keinster Weise renoviert war.

Nach einem Abendessen in Telavi ging es dann zum Weingut Schuchmann. Der Stromausfall war noch nicht behoben, aber bei einem Kaminfeuer und Kerzenschein konnte die Weinprobe dann noch durchgeführt werden. Wir durften nach der Weinprobe noch etwas sitzen bleiben und das Kaminfeuer geniessen.

Es war uns auch gestattet, die Nacht auf dem Gut zu verbringen. Am nächsten Morgen konnte ich dann noch unseren Blick auf den Kaukasus und das Weingut auf den Fotochip bannen.

Sogar Wasser konnten wir wieder fassen und nach dem Auffüllen ging es weiter auf teilweise Schotterpassagen Richtung Nordwest, die Georgische Heerstraße war das nächste Ziel:

Am Nachmittag erreichten wir die Heerstraße, sind aber aus zeitlichen Gründen nicht bis an die russische Grenze gefahren. Doch die Kirche Ananuri wollte ich Brigitte noch zeigen. Diese Kirche liegt direkt an einem großen Stausee.

Abends fuhren wir wieder nach Tiflis auf den uns bekannten Parkplatz. Es war wieder nach 18:00 Uhr und wieder kam ein Security-Mann vorbei und wollte uns erklären, dass wir nicht mehr parken könnten. Doch irgendwie konnte ich ihm verständlich machen, dass alles ok wäre und ich eine Genehmigung von der Bank bekommen hätte – und wir verbrachten wieder einmal mitten in der Stadt eine angenehme und ruhige Nacht.

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Kommentare: 1
  • #1

    Andreas (Donnerstag, 24 Dezember 2015 20:46)

    Wir wünschen euch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Wir werden nun bald in den Norden pakistans gehen und hoffen, dass es dort nicht zu kalt ist.

    Andreas und Paul