Über alle Berge

Es war doch nicht die letzte Nacht am Schwarzen Meer – wir blieben den Sonntag auch noch in Ünye, da uns die Stadt gefiel. Leider war das Wetter nicht ganz so wie am Vortage, aber es blieb zumindest trockenund einigermaßen warm. Hier noch ein paar Bilder von der Stadt.

Um ans Mittelmeer zu gelangen, mussten wir die türkische Bergwelt überwinden. Je weiter und höher wir kamen, desto mehr Schnee lag, zwischendurch gab es auch wieder Schneefall.

2 Nächte verbrachten wir irgendwo in kleineren Städten, dort war es uns etwas sicherer für die Heizung, da wir doch etwas geschützter vor der Kälte stehen konnten. Doch das Problem mit unserer Heizung scheint sich erledigt zu haben – wir hatten keinen Ausfall mehr. Um so sicherer sind wir uns, dass der Heizungsausfall nur am schlechten Diesel lag.

Eigentlich wollten wir ja nach Mersin, hatten aber unterwegs umdisponiert und steuerten Antalya an. Wir sparen uns Mersin und anschliessend Kappadokien für Februar/März auf in der Hoffnung, dass es dann wärmer sein wird.

Irgendwann erreichten wir den Salzsee Tuz Gölü. Es ist der zweitgrößte Binnensee der Türkei und mit 31,9 % Salzgehalt einer der salzigsten der Welt. Der größte Teil der türkischen Rosaflamingos nisten hier – allerdings nicht zu dieser Jahreszeit. Auch war es realtiv diesig, so dass man nicht viel sehen konnte.

Wir erreichten am Nachmittag die Stadt Konya. Zuerst ging es ins Center, um dort das Mevlana-Kloster zu besichtigen, daß mit seinem türkisgrünen Türbe das Wahrzeichen, Pilgerstätte und größte Sehenswürdigkeit der Stadt ist.

Die Nacht standen wir auf einem Wohnmobilplatz und am nächsten Tag ging es noch einmal über 3 Pässe. Gestartet waren wir bei herrlichem Sonnenschein, aber im Laufe des Mittags fing es an zu regnen, dann wurde es Schneeregen und anschliessend wieder nur Regen. Unterwegs wollten wir noch Kalksteinhöhlen besichtigen, die Tinaztepe Magarasi. Doch aufgrund des Wetters liessen wir die Besichtigung erst einmal ausfallen, evtl. kommen wir im März noch einmal hier vorbei.

 

Wir erreichten die Stadt Side am MIttelmeer bei strömendem Regen, fanden einen Camping- platz und besichtigten erst einmal die antike Altstadt von Side. Zum Glück setzte der Regen gerade während unseres Spazierganges aus.

Side, ein einst verschlafenes Fischerdorf, ist in den letzten Jahrzehnten zu internationaler Größe gewachsen. Jährlich kommen hunderttausende Besucher aus aller Welt durchs Dorf. So gut wie jedes Haus des Ortes steht heute irgendwie im Dienste des Tourismus. Von dem einst zerstörten und verfallenen Ort sieht man heute noch viele Ruinen und Säulen. Wehrtürme und Stadttor sind ebenfalls nur noch Ruinen. Die ausgegrabenen Monumente stammen größten Teils aus der römischen Glanzzeit des 2. oder 3. Jahrhunderts.

Die See war rauh und stürmisch, es herrschte ein sehr starker Wind. Und beim Strand- spaziergang mussten wir Oskar festhalten, damit er uns nicht weggewehte.

Allerdings lag der Campingplatz sehr geschützt zwischen Häusern in einer kleinen Lunke, so dass wir hier von dem Sturm nichts mitbekamen. Doch leider war vom Wasser und Strand nichts zu sehen, so dass wir nicht länger bleiben wollten. Und der übertriebene Tourismus (zumindest in unseren Augen) konnte uns auch nicht zu einem längeren Bleiben überreden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Anke & Wolfgang (Montag, 01 Februar 2016 16:48)

    Hallo Ihr Drei,
    wir haben Eure aufregende Reise verfolgt und wünschen Euch erstmal ein schönes, erfolgreiches, gesundes und pannenfreies Jahr 2016.
    Außerdem wünsche wir Euch eine Weiterfahrt durch schöne Landschaften und auch weiterhin interessante Bekanntschaften!
    Anke & Wolfgang