Endlich Urlaub

Ganze 14 Kilometer schafften wir am nächsten Tag. Eigentlich wollten wir für ein paar Tage die Stadt Richtung Westen verlassen, um uns dort einmal umzusehen, aber da entdeckten wir auf einem Parkplatz, kurz vor dem Hafen, diverse Wohnmobile. Wir also hin und mal schauen, wer da so steht. Wir rechneten mit deutschen Rentnern, aber weit gefehlt. Es waren überwiegend Türken, die dort den Winter verbrachten. Toiletten für die Entsorgung waren vorhanden, ebenso konnte man Frischwasser bekommen. Einkaufsmöglichkeiten waren in der Nähe und mit dem Bus konnte man relativ schnell die Innenstadt erreichen.  

Ganz in der Nähe gab es eine Wäscherei, so dass auch unser dringendstes Problem schnell gelöst werden konnte. Leider bekam Brigitte Probleme mit einem Zahn, aber auch hier konnte geholfen werden. Wir fanden (auf Empfehlung) einen Zahnarzt, der eine Wurzelbehandlung vornehmen konnte. 

Im ersten Moment dachten wir, es hier durchaus 2 Tage aushalten zu können. Ich will vorgreifen: Wir waren gesamt 22 Tage dort.

Es war nicht langweilig. Einige Türken konnten Deutsch, so dass man sich auch gut unterhalten konnte. Unser direkter Nachbar sprach zumindest etwas Englisch, von seiner Frau (die eine große Angst vor Hunden hatte, allerdings nicht vor Oskar) wurden wir zur Begrüßung mit einer türkischen Spezialität überrascht.

Gleich beim Parkplatz gab es eine Verkaufsbude, wo wir uns mal ein Fischbrötchen, Tee oder Kaffee gönnen konnten. Hier kamen auch andere ausländische Mitbürger vorbei, wir lernten z.B. Syliva und Paul aus dem Rheinland kennen, die sich ganz in der Nähe eine Wohnung gekauft hatten und jetzt hier lebten.

 

Das Wetter war die Tage gemischt, wir hatten eigentlich alles: Etwas Regen, Gewittersturm, kalter Wind, viel Sonne. Abends hielt man es draussen nicht lange aus, es war dann doch zu kalt. Aber wenn die Sonne schien, konnte es auch so aussehen:

Zwischendurch wurden wir auch mit Musik verwöhnt.

Wenige Tage nach unserer Ankunft stand ein 'Südafrika-T3' hinter uns (Kenner wissen den Unterschied zum deutschen T3). Ozcan, ein in Namibia lebender Türke, war mit seinen kleinen Kindern unterwegs und blieb ebenfalls hier stehen.

Dann war es so weit: Wir bekamen Besuch. Tamuna und Sura aus Mestia kamen, dem Schnee entfliehen und Sonne tanken. Sie fanden ganz in der Nähe ein Hotel und wir verbrachten eine gemeinsame Woche in Antalya.

Zwischendurch bekamen wir so viel Sonne, dass die Badesaison eröffnet werden konnte.

Am Freitag gab es den Gewittersturm. Der Wind war so stark, dass unser Auto zwischendurch am Wackeln war. Er peitschte das Wasser auf und der Regen kam kübelweise vom Himmel herunter.

Als das Wetter wieder besser war, bekam Ozcan Besuch von einigen Käferfahrern. Es machte schon Spaß, die alten deutschen Autos hier zu sehen - nebenbei bemerkt: Wir sahen häufiger Käfer in Antalya herumfahren.

Es stand, gemeinsam mit Tamuna und Sura, ein Besuch der Altstadt auf dem Programm:

Alles in allem waren es 3 schöne Wochen, die wir in Antalya verbrachten.  Es tat gut, mal nicht hinter dem Lenkrad zu sitzen, sondern einfach zu entspannen. Am Abreisetag waren wir noch am Überlegen, ob wir nicht doch noch etwas bleiben wollen, doch wir kommen in ca. 5 Wochen wieder her, denn unsere Kinder und Enkelkinder verbringen über Ostern eine gemeinsame Woche mit uns in Antalya. Und bis dahin möchten wir noch etwas sehen von dem Land.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Nicht mehr lange und die Expo 2016 beginnt in Antalya.

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerda & Jürgen (Freitag, 19 Februar 2016 20:38)

    Hallo ihr Zwei, +Oscar,
    schön von euch zu hören. Hat ja lange genug gedauert und es ist gut das bei euch alles in Ordnung ist. Wir werden euch bei den Selbstfahrern vermissen.
    Ganz liebe Grüße senden
    Gerda & Jürgen