Pamukkale und der Saklikent-Canyon

Eigentlich wollten wir uns am Montag noch auf den Weg nach Pamukkale machen. Doch leider bekam Oskar in der Nacht Hustenanfälle. So mussten wir gleich am Morgen zur Tierärztin, die ihn die nächsten Tage noch weiter medizinisch versorgen wollte.

Wir standen also 2 Tage in Antalya und fuhren am Mittwoch Mittag noch einmal, gemeinsam mit Özcan und seinen Kindern, nach Beldibi an den Strand, wo wir abends den Grill noch einmal anwarfen (auf dem Platz in Antalya ist das leider untersagt). Damit wir es abends noch länger draußen aushalten konnten, musste erst einmal Holz `besorgt' werden.

 

Am Donnerstag Morgen noch einmal zur Tierärztin und anschliessend ging es endlich los..

Die Straße führte bergauf und bergab, zum großen Teil durch Nadel- und Pinienwälder.

Unterwegs wollten wir am See Salda Gölü übernachten, aber der Müll hielt uns davon ab. So kamen wir noch gegen Abend in Pamukkale an.

Wir fanden gegenüber der Kalksinterterrassen auf einem Hügel einen schönen und ruhigen Schlafplatz. Wieder einmal waren wir froh über unseren Allradler, denn mit einem konventionell angetriebenen Womo hätten wir die steilen Aufstieg nicht geschafft.

 

Für 25 Lira Eintritt pro Person kann man sich in Pamukkale lange aufhalten. Zum Glück hatten wir noch wunderbares Wetter und so genossen wir die Zeit. Zum Glück durften wir unseren Oskar mitnehmen und so drängelte uns nichts.

In Pamukkale liegen die weltberühmten Kalksinterterassen, eine sich über 100 m den Hang hinabstufende terrassierte Abfolge von Stein gewordenen Kaskaden und blau-weissen Kalkpools. Dieses Wunderwerk der Natur, das ein Pendant im Yellowstone Park besitzt, erklärt sich durch eine kohlendioxyd- und kalziumkarbonathaltige  Quelle, die den Kalkstein Tavertin ablagert (Auszug aus unserem Reiseführer). 

 

Zusätzlich gibt es hier noch ein Thermalbad sowie einige altrömische Ruinen.

Mittlerweile ist auch hier im Binnenland der Frühling ausgebrochen.

Da am frühen Nachmittag einige Busladungen Touristen eintrafen (es waren allein 5 Busse mit deutschen Touris dabei), machten wir uns wieder auf den Weg. Unser nächstes Ziel war Aphrodisias, wo man u.a.  noch Reste des Aphrodite Tempels besichtigen konnte.

Ca. 15 km vor dem Ziel fanden wir an einem Waldrand einen ruhigen Platz. Da es noch angenehmes Wetter war, genossen wir ein kleines Lagerfeuer vor dem Auto, bis es zu Beginn der Dunkelheit leider anfing zu regnen.

Die Nacht kam der eine oder andere kleine Regenschauer herunter. Das war eigentlich kein Problem. Aber beim Frühstück wurde der Regen immer stärker, um dann als Schneeregen überzugehen, da hatte selbst Oskar morgens keine Lust zum Morgenspaziergang.

Als wir starteten, fing es richtig an zu schneien und kurz entschlossen verzichteten wir auf die Besichtigung, denn es war kaum etwas zu sehen. Wir machten uns wieder auf gen Süden Richtung Mittelmeer. Hier könnt ihr noch sehen, was da so als Schnee herunter kam.

Die nächste Nacht wollten wir im Saklikent-Canyon verbringen. Nachdem wir endlich das anatolische Hochland verließen, wurde das Wetter auch wieder besser. Zuerst fuhren wir Tlos an, aber die Ruinen sagten uns überhaupt nicht zu, so dass die Besichtigung nur von der Straße aus durchgeführt wurde.

Bei Sonnenschein kamen wir am Saklikent-Canyon an. In dieser Schlucht schießt ein Wild- wasserfluß aus dem hier über 300 m hohen Gestein. Über Stege über dem Wasser ist die tiefeingeschnittene Schlucht zu erlaufen. Die Umgebung war sehr touristisch aufgemacht, u.a. kann man hier auch Rafftingtouren buchen.

Die Nacht hofften wir ruhig auf einem Besucherparkplatz zu verbringen. Zwar wurde an einer der Restaurationen abendsbis ca. 21:00 Uhr noch Musik abgespielt, aber das störte uns nicht sonderlich.

 

Apropo Restauration: dieses Restaurant mit angeschlossenem Campingplatz, Raffting-Touren und als Unterkunft vermietete Baumhäuser wurde für die Saison vorbereitet. Hier verköstete sich gerade eine ganze Gruppe an einem Büfett. Man bot uns für 15 TL pro Person (z.Z. unter 5,-- Euro) an, uns auch daran zu beteiligen, was wir gerne annahmen - das Essen gehen hier ist relativ preiswert, allerdings kostete die Flasche Bier (0,5 l) gleich 12 TL - absolut normale Preise in türkischen Lokalen.

zur Info: Während wir überall (mit Ausnahme des Iran) für eine 0.5 l Bierdose im Schnitt 0,75 € in einem Supermarkt zahlten, kostet diese in der Türkei knapp 2,-- €.

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Kommentare: 1
  • #1

    Albi (Sonntag, 20 März 2016 21:32)

    Hey hallo ihr drei Musketiere,
    es freut mich zu lesen, dass es euch wohl ergeht! Und so nah an der Heimat seid ihr schon! Aber das ist ja noch viel zu beschnuppern. Wir sind gespannt, wie es euch weiter ergeht, drücken euch und freuen uns auf ein Wiedersehen zum Ende des Jahres!
    Viele liebe Grüße aus San Francisco,
    Denis