Nord-Griechenland

Die Grenzabfertigung nach Griechenland war sehr einfach und schnell. Nach Kontrolle der Pässe durften wir ins Land einreisen, eine Kontrolle des Fahrzeuges gab es nicht. Da ist es doch ein Vorteil, als EU-Bürger in ein anderes Eu-Land einzureisen.

Unsere erste Station war die Stadt Alexandroupoli. Die Cafes und Restaurationen im Hafen und an der Promenade waren an diesem Sonntag sehr gut besucht. Auffällig (und auch im Reiseführer erwähnt) der am Boulevard stehende Leuchturm.

Die Nacht verbrachten wir auf einem zentralen Parkplatz – nicht gerade günstig, aber immerhin zentral und trotzdem einigermaßen ruhig. 

Am Montag vormittag starteten wir Richtung Kavala. Auf dem Weg dorthin passierten wir ein Hinweis-Schild zum Strand nach Fanari – ein kleines verträumtes Fischerdorf. Die Promenade und der Hafen wurden wohl vor Jahren hübsch herausgeputzt, aber mittlerweile hat man es verkommen lassen.

So fuhren wir wieder schnell weg anstatt dort den einen oder anderen Tag zu verweilen. Vor Fanari gibt es ein Naturschutzgebiet, wir sahen dort einige Flamingos stehen. Auch andere Sehenswürdigkeiten, wie die Kircheninsel, waren nur unweit entfernt. Hat in Fanari doch die Wirtschaftskrise zugeschlagen? Warum machen die nicht mehr aus der guten Lage? Noch ist uns die Antwort verwehrt und wir lassen uns überraschen, ob wir ähnliches in Griechenland erleben werden.

In Kavala (wir kamen bei leichtem Regen an) gibt es hoch oben auf einem Berg über der Altstadt die alte Burg, die zu einem Luxushotel umgebaut und leider nicht zu besichtigen war.. Auch ein sehr gut erhaltenes Viadukt war zu sehen – leider hab ich kein Foto davon.

Nach Kauf einer SIM-Karte ging es weiter gen Westen. Ganze 14 km schafften wir und sahen diese Bucht im Ort Nea Iraklitsa. Wir fassten den Entschluss, um 11:00 Uhr die heutige Tagesetappe zu beendet. Also bogen wir von der Straße ab und parkten den Wagen bei herrlichem Sonnenschein direkt am Strand (N40 52.536 E024 18.9349).

Ein Vorteil des Platzes war der in Sichtweite liegende Lidl. Wir also erst einmal hinein und Brigittes Herz schlug höher. Es gab einige Lebensmittel, die sie in den letzten Monaten sehr vermisste - und hier endlich wiederfand.

Eine Woche blieben wir – ein Vorteil: jeden Tag gab es frische Brötchen – was haben wir das vermisst. Und wie man sehen kann, waren es anstrengende Tage!!!

Und als wir zwischendurch mal überlegten, doch weiter zu fahren, hat unser Oskar gestreikt – er wollte noch nicht:

Es war ein nettes Städtchen. Auf der Ostseite unseres Platzes gab es einige Ferien- und Wohnhäuser, die ganz hübsch anzuschauen waren. 

Und immer wieder gab es die Fischerboote, die ihre Netze einholten (die Ausbeute schien allerdings nicht besonders groß zu sein).

Brigitte beobachtete gern die Frösche

Wanderten wir den Strand gen Westen, kamen wir an einen Boulevard, dessen Verlängerung in einem Hafen endete. Dazwischen viel Restaurationen, allerdings noch nicht alle geöffnet, denn die Saison fängt erst so langsam an.

Am Wochenende war der Ort zum größten Teil von Griechen bevölkert, andere Touristen (oder Bewohner) aus den europäischen Ländern waren fast nicht zu sehen.

Sonntag Nachmittag kamen Andreas und Paul mit ihrem T4-Bus vorbei. Die beiden sind seit fast einem Jahr unterwegs und waren bis Nepal gekommen. Wir hatten uns schon in Kirgistan und in Tadschikistan getroffen und blieben immer in Verbindung und da sie sich mittlerweile ebenfalls auf dem 'Nachhauseweg' befinden, verabredeten wir uns an diesem Strand. Wir verbrachten 2 nette Tage miteinander – Jungs, es hat uns Spaß gemacht mit euch.

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