Auf kulturellen Wegen

2 Tage standen wir auf dem Womo-Platz der Fa. Zampetas (N40 30.097 E 22 58.134) ganz dicht beim Flughafen Thessaloniki. Hier handelt es sich um zwei sehr gut Deutsch sprechende Brüder, die gemeinsam ein Womo-Service-Geschäft führen.

Die Halterung eines Staukastens war gebrochen, ich konnte sie einem der Inhaber in die Hand drücken und bekam sie am nächsten Vormittag neu geschweißt wieder zurück. Unsere Gasflasche konnten wir außerdem füllen lassen mit gutem Propan.

Und dann gab es noch viele Tipps für unsere Tour durch Griechenland.

Als erstes ging es am Donnerstag noch gen Nordwesten – die Thermalquelle von Orma war das nächste Ziel. 

Dies schien ein beliebter Ausflugsort der Griechen zu sein. Man sah einige Leute, die das warme Wasser aufsuchten. Wir nahmen natürlich auch ein ausgiebiges Bad in der Quelle. Gleich nebenan floß ein Fluss mit einigen kleinen Wasserfällen – auf das Duschen unter dem Wasserfall verzichteten wir freiwillig – es war uns zu kalt.

Um die Ecke fanden wir einen Platz für unser Auto, an dem wir über Nacht blieben – nichts besonderes, aber es reichte. Morgens fing es langsam an zu nieseln. Davon ließen wir uns aber nicht stören, sondern machten erst einmal einen längeren Spaziergang durch das Tal/die Schlucht. Hier waren wir überrascht, ein Feuersalamander kreuzte unseren Weg. Wie lange ist das her., dass wir solch ein Tier in Natura gesehen hatten.

Die Schlucht hatte etwas ursprüngliches an sich. Einige hohle oder knorrige Bäume waren zu sehen:

Nach dem Spaziergang nahm ich noch einmal ein herrliches Bad in dem warmen Wasser. Wir hätten es noch länger aushalten können, doch wir wollten weiter und fuhren wieder gen Süden, das Grab von Phillip II von Makedonien, einem König aus der Zeit aus dem 3.Jh vor Christi zu besichtigen. Dieses liegt in dem Ort Vergina.

In einem gewaltigen Grabhügel von 12 m Höhe und 100 m Durchmesser hat ein Archäologe hier 3 gemauerte Grabkammern freigelegt, die unversehrt erhalten waren . Die Grabkammern wurden zu einem eindrucksvollen Museum umgestaltet – leider durften wir im Museum keine Fotos machen.

Die Nacht verbrachten wir auf dem Bus-Parkplatz, nichts besonders, aber ruhig.

Auf dem Weg Richtung Süden wollten wir am Berg Olymp, mit 2917 m der höchste Berg Griechenlands. Wir steuerten den Ort Dion am Fuße des Olymp an, wo eine Ausgrabungsstätte zu besichtigen war. In der Antike galt Dion als heilige Stadt, doch ein Erdbeben im 5. Jh bedeutete ihr Ende.

Gelohnt hat sich der Besuch unserer Meinung nach nicht unbedingt. Im nahe gelegenen Museum gab es noch einige interessante Dinge zu betrachten, aber von der Stadt selber standen, wenn überhaupt, nur noch die Grundmauern.

Nach der Besichtigung machten wir uns wieder auf zur Küste – nur noch knapp 20 km weiter. Dort fanden wir im Ort Leptokarya noch einen schönen Platz am Strand. Den Abend genossen wir mit Grillen und Lagerfeuer, direkt mit Blick auf den Olymp.

Hier blieben wir gleich 2 Nächte. Am Sonntag (in Griechenland war es der Ostersonntag, in diesem Jahr 4 Wochen nach unserem Ostern) gab es nachmittags auf dem Strandabschnitt eines nur unweit liegenden Hotels noch Livemusik für die Gäste. Doch leider wurde es ab Mittag sehr windig, so dass wir die Musik kaum geniessen konnten.

 

Am Ostermontag machten wir uns bei leichtem Nieselregen wieder auf den Weg. Wir wollten ins Landesinnere, zum Ort Kalampaka, um die Bergklöster von Meteora zu besichtigen. Den ganzen Tag hat uns der Nieselregen, der im Laufe des Tages immer stärker wurde, begleitet. Sehen konnten wir von den Bergklöstern an diesem Tag vor lauter Wolken nichts. Aber wir fanden eine Pension, wo wir kostenlos stehen konnten. Anstandshalber kehrten wir dort zum Essen ein. Das Essen war nicht schlecht, aber der kostenlose Platz mit Wasser- und Strom-Versorgung wurde im Vorwege schon im Preis eingerechnet.

Über Nacht kam noch einiges an Regen herunter, aber am Vormittag schien wieder die Sonne. So konnten wir die nächsten Sehenswürdigkeiten gut sehen: Auf einer Ebene ragen bis zu 300 m hohe, bizarr geformte Felsen auf. Senkrechte Wände, schlanke Felstürme und wuchtige Klötze erheben sich über den Orten Kalampaka und Kastraki. Auf ihnen liegen die berühmten mittelalterlichen Meteora-Klöster, die 'Klöster der Lüfte' (Auszug aus dem Reiseführer).

Wir haben die Klöster nicht von innen besichtigt (teilweise möglich). Selbst um diese Jahreszeit gab es eine Menge Touristen (OK; es war Oster-Dienstag), aber was wird hier erst im Sommer los sein.

Aber toll anzusehen waren die Klöster schon. Allein der Gedanke, wie die Materialien im Mittelalter auf diese Berge geschafft wurden....

Am Mittag machten wir uns wieder auf den Weg, den Touristen entfliehen. Es ging durch langweilige Ebenen erst einmal nach Agia, kurz hinter Volos, wo wir diese kleine Bucht fanden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Brigitte Wiegers (Dienstag, 03 Mai 2016 22:22)

    Muss mich mal wieder melde . So superschöne Naturfotos habe ich lange nicht gesehen. Habt noch viel Spaß und schöne Erlebnisse.
    Gitta