Pilion

Der Pilion ist ein Bergzug, der sich nordöstlich von Volos über eine Halbinsel erstreckt. Diese Halbinsel wollten wir als nächstes erkunden.

Immer wieder wunderschöne Blüten am Wegesrand

Nach unserer Nacht in Agria machten wir uns auf, den Berg zu überwinden. Auf einer schmalen und steilen Straße mit engen Kurven, durch viel Mischwald, kletterte unser Wagen langsam auf über 1200 m Höhe. Es war gemischtes Wetter, die Wolken hingen hoch oben am Gipfel und luden zu einem Foto ein:  

Bei einem Stopp musste Oskar sich unbedingt am frischen Bergwasser laben:

Abseits der Hauptstraße wurde es immer enger, in den Dörfern durfte uns keiner entgegen kommen. Wir waren froh, dass unser Auto noch zu den kleineren gehört, mit einem größeren hätte es mehr Probleme gegeben.

Im Dorf Chorefto gefiel es uns ganz gut, wir wollten bleiben und machten erst einmal einen langen Nachmittagsspaziergang am Strand entlang. Doch hier passierte es uns seit langem das erste Mal, dass ein Anwohner uns mitteilte, wir dürfen dort, wo wir waren, nicht parken. Das stimmte zwar nicht, aber wir wollten uns auf keine unnötige Diskussion einlassen und stellten das Auto auf der anderen Seite des Dorfes ab. Auch dort war es ruhig.

Weiter ging es am nächsten Vormittag die Küste entlang und die Berge hinauf und hinab, wir versuchten, die Nebenstraßen abzufahren, um immer wieder ans Wasser zu gelangen. Wunderschöne Dörfer fanden wir - und immer wieder ging es über kleine, steile Straßen und durch enge Kurven.

Auf der Südseite der Halbinsel fanden wir das Dorf Platania, wo wir auch unseren nächsten Nachtplatz aufschlugen. Hier gönnten wir uns abends einen leckeren Fischteller in einem der kleinen Tavernen. 

Am nächsten Nachmittag machten wir uns kurzfristig auf den Weg. Da die Sonne immer wieder von den Wolken verdeckt wurde, entschlossen wir uns kurzfristig, doch keine 2. Nacht mehr in diesem hübschen Dorf zu verbringen. Kurz vor Verlassen dieser hübschen Halbinsel, fanden wir noch das Fischer- (und Touristendorf) Kala Nera. Brigitte war immer wieder von der Blütenpracht fasziniert.

Samstag füllten wir in Volos unsere Lebensmittelvorräte auf, um anschliessend die Hafenstadt Glifa anzusteuern. Von dort wollten wir mit der Fähre zur Insel Euböa (oder Evia) übersetzen. Zuerst gab es, nicht nur bei uns, sondern auch bei einigen anderen Reisenden, ganz große Fragezeichen in den Augen - welche Fähre ist denn die richtige, welcher Ticketschalter verkauft uns die Karten und wann fährt sie? Doch nach einigem Suchen fand sich die richtige Fähre. Da diese Fähre nur am Bug eine Auffahrt-Rampe hatte, ging es für alle - egal ob Pkw, LKW mit Anhänger etc. - rückwärts fahrend auf die Fähre, um bei Ankunft vorwärts hinaus fahren zu können. 

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