Auf dem Weg nach Peloponnes

Nach einer halben Std. Fährzeit kamen wir auf Eubola an. Zwischendurch gab es noch Buchten zu sehen, die nur vom Wasserweg aus zu erreichen sind – da hat ein Boot im Gegensatz zum Auto machmal einen Vorteil – allerdings denken wir über einen Tausch nicht nach.

Zuerst steuerten wir den Ort Kanatadika an.

Ein Einheimischer zeigte uns eine Landzunge, an der man sehr gut und ungestört stehen konnte. Eine Trinkwasserquelle war auch vorhanden. Leider herrschte ein kalter Wind, der am Baden hinderte, aber im Windschatten des Autos war es ganz gut auszuhalten. Abends Grillen beim Sonnenuntergang war ganz angenehm und das Lagerfeuer tat ebenfalls ganz gut.

Nach 2 ungestörten Nächten machten wir uns wieder auf den Weg, erst einmal wollten wir gen Südwesten zum Städtchen Loutra Edipsou, ein seit antiken Zeiten renommiertes Heilbad mit 32 – 82 Grad heißen Schwefelquellen, von denen einige direkt am Meer entspringen. Wir wollten dort ein warmes Bad nehmen, doch wir kamen nicht heran. Grund war eine Motocross-Rallye, die ihr Fahrerlager direkt in der nächsten Umgebung hatte. So zogen wir unverrichteter Dinge wieder gen Nordosten. 

Weiter über Bergstrecken und an Küsten entlang, bis wir in Nilefs am Nachmittag einen Platz am Dorfrand fanden. Nilefs ist ein kleines touristisch erschlossenes Dorf, doch es war absolut nichts los.

Oskar und ich waren noch baden, Brigitte war das Wasser zu kalt.

Wir fuhren weiter die Küste ab, wollten u.a. 2 'Insidertipps' ansteuern. Doch beide Male kam Enttäuschung auf, die Plätze gefielen uns in keinster Weise. Doch die Fahrt über die Insel machte aufgrund der Aussichten schon Spaß.

So machten wir uns wieder von der Insel, durchquerten die Inselhauptstadt Chalkida und fanden im Ort Drosa noch einen Stellplatz am Wasser. Der war zwar nicht besonders, aber wir hatten keine Lust mehr zu fahren.

Unterwegs hatten wir über unsere HP Mail-Kontakt zu Peter und Anja aus Bayern bekommen. Die beiden sind mit ihrem großen MAN unterwegs und wollen einen Teil unserer Route fahren, nur anders herum. Da wir immer interessiert sind, Gleichgesinnte kennenzulernen, kam es zu einem Treffen in der Bucht Karathona, unmittelbar bei der Stadt Nafplio.

 

Wir 4 verstanden uns auf Anhieb und im Gegensatz zur ursprünglichen Planung blieben die Beiden noch eine 2. Nacht. Wir Peters nutzen die Zeit, um sehr viel zu fachsimpeln über unsere Autos, die zwar beide zur selben Kategorie der Expeditionsfahrzeuge gehören, aber schon aufgrund der Größe zwei ganz unterschiedliche Konzepte darstellen.

Am meisten tat es uns die Kleine von Peter und Anja an, eine Honda Innova 125. Leider konnten wir das kleine Motorrad nicht abschwatzen, aber jetzt sind wir so angetan, dass über kurz oder lang solch eine Motorrad das Heck unsers Autos ebenfalls zieren wird.

Am Freitag steuerten wir die Stadt Nafplio an, es ist eine sehr reizende Stadt mit einem wunderschönen Altstadtkern, leider aber auch touristisch sehr überlaufen.

Vorher wollten wir uns noch die große Wehrburg anschauen, aber da Oskar nicht mit hinein durfte und das Thermometer die 30 Grad-Grenze schon überschritt, verzichteten wir darauf.

Also runter in die Stadt, das Auto am Hafen abgestellt und ab in die Stadt.

Hier gab es auch das erste Bier mit 60- bei 34 Grad im Schatten. Am Donnerstag hatte ich keinen Appetit darauf, da es am Vorabend zu viel Ouzo gab.

Nach der Pause ging es weiter mit der Stadtbesichtigung. Die vielen kleinen Gassen mit hübsch dekorierten Häusern taten es uns an; es ist eine sehr hübsche Stadt.

Am späten Nachmittag ging es wieder zurück zur Bucht, es hatte uns gut gefallen und so war es das naheliegendste, noch eine Nacht dort zu stehen. Den Abend genoßen wir wieder vor dem Auto bei einem Lagerfeuer (unser letztes Holz mußten wir verbrauchen, der ganze Vorrat, den wir mühvoll zusammen gesammelt hatten, war an den letzten beiden Abenden mit Anja und Peter schon arg geschrumpft). 

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Kommentare: 1
  • #1

    Albi (Sonntag, 15 Mai 2016 22:03)

    Hallo ihr drei, gut seht ihr aus und das Wetter neiden wir euch! Wir sind gespannt, wann ihr euren Mopederwerb abgeschlossen habt und was es am Ende werden wird! Lasst es euch weiter gut gehen, LG aus Irland, Denis und Henning