Erstens kommt es anders.....

... und zweitens als man denkt. Wir stehen seit Montag auf einem Campingplatz Nähe Preveza (nördlich der Insel Lefkada). Unfreiwillige Zwangspause!!! Am Sonntagabend bin ich im Dunkeln gestolpert und unglücklich aufs linke Handgelenk gestürzt. Ergebnis: Handgelenk schwer gestaucht und Unterarmknochen kurz vor dem Ellenbogen angebrochen.

Es gibt allerdings schlimmere Ecken als diesen Campingplatz zum Erholen. Die Hoffnung besteht, dass wir Anfang der Woche weiter können.

Aber gehen wir erst noch eine Woche zurück. Ich vergaß im letzten Block unseren Mitreisenden Axel. Er hatte die Woche mit unseren Freunden ebenfalls sehr genossen, konnte er doch einmal sein Talent beim Wassersport testen, anschliessendes Sonnenbad inklusive. Oskar fühlte sich bei den Temperaturen am bzw. im Wasser ebenfalls am wohlsten.

Doch am Montagmittag war Schluss mit dem gemeinsamen Urlaub, wir machten uns wieder auf den Weg. Unser Tagesziel war der uns bekannte Platz in Elea, wo wir 2 Nächte verbrachten. Am 2. Abend kamen noch die Schildkröten-Schützer vorbei, sie wollten ein Schildkrötennest von der letzten Nacht ausgraben. Doch da es nicht mehr lange bis zur Dunkelheit dauerte, mussten sie unverrichteter Dinge aufhören und konnten somit das Nest nicht mehr schützen - am nächsten Morgen lagen einige kaputte Eier, wahrscheinlich von einem Hund oder Fuchs ausgegraben, im Sand.

Axel beobachtete die Arbeit vom benachbarten Nest aus.

Auf dem Weg gen Norden fanden wir den einen oder anderen Stellplatz, doch immer ohne Schatten. Da wir das unserem Oskar nicht zumuten konnten, suchten wir den Campingplatz Alisson auf, kurz vor der Stadt Patras. Der Strand war, auf gut deutsch, unter aller Sau, aber Schatten war genügend vorhanden. Und wenn man einen Hund dabei hat, muss darauf auch Rücksicht genommen werden.

Wir verliessen am nächsten Tag, nach über 9 Wochen, die (Halb-)Insel Peloponnes über die Brücke bei Patras und zockelten erst einmal gen Osten auf der Nordseite des Golfes von Korinth. Grob war geplant, das Festland mit seinen Bergen zu durchstreifen.

Die Nordseite des Golfes gefiel uns, im Gegensatz zur Südseite, erheblich besser.  Zwar gab es auch hier Tourismus, aber nicht so extrem wir auf der anderen Seite. Zwischendurch war auch mal wieder eine Küste und Natur zu sehen und so blieb es nicht aus, dass wir wieder einmal einen Stellplatz am Wasser fanden (beim Ort Agia Paraskevi).

Nach 2 Nächten war wieder Schuss und es ging endlich in die Berge, zum Teil kletterte das Auto über steile Straßen auf über 1200 m. Das Schönste dabei: die Temperaturen wurden erträglicher.

Wir kamen am Stausee  Limni Kastrakiou vorbei, doch leider war nirgends ein direkter Zugang zu finden. In der Nähe des Ortes Loutra gab es zumindest ein schönes Plätzchen mit Blick auf den See.

Brigitte fand beim Spaziergang mit Oskar noch einige schöne Insekten. Auf den 3 letzten Bildern seht ihr Zikaden, die zu Massen in den Bäumen sitzen und tagsüber einen Heidenkrach mit ihren Körpern machen.

Es war geplant, weiter über kleine Nebenstraßen die Berge zu durchfahren, aber kaum waren wir wieder unterwegs, versperrte eine Schranke und ein Zaun den Weg - keine Ahnung, was sich dahinter verbarg.

Also zurück auf die Hauptstraße. Anbei noch ein paar Bilder aus den Bergen.

Wir stellten fest, dass wir gar nicht so weit weg waren von der Insel Lefkada, die über eine Brücke zu erreichen ist. Da uns sehr von dieser Insel vorgeschwärmt wurde, machten wir also den Umweg. Die Insel ist wirklich schön, allerdings touristisch sehr erschlossen und auch überlaufen. Und das es den Griechen schlecht geht, war durchaus auch zu bemerken......

Wir überlegten, ganz in den Südwesten zum Strand Porto Katsiki zu fahren in der Hoffnung, dort einen Platz für die Nacht zu finden. Lt. Reiseführer soll es dort den schönsten weissen Strand geben, was anscheinend auch stimmt. Seht selber......

Auch hier viel Tourismus, aber am Abend hatten wir den Parkplatz für uns allein.

Tja, und hier passierte das Unglück, dass ich im Dunkeln stürzte.....

Was tun? Brigitte traute sich nicht, das Auto über die engen und steilen Straßen zu fahren. Sie hat fast keine Erfahrung damit, nur mal ca. 100 km auf breiten Straßen gefahren. Den Fahrersitz bekommen wir auch nicht so tief, dass sie gut die Pedale erreicht, unabhängig davon, dass die Kupplung sehr schwergängig ist. So blieb nichts anderes übrig, als das ich selber hinters Lenkrad musste, was aufgrund des höheren Fahrerhauses mit einem Arm schon ein Problem darstellte. Aber irgendwie musste es ja gehen.

In Lefkada suchten wir das Krankenhaus auf, wo man mir nach dem Röntgen die Diagnose stellte. Zum Glück war der Knochen nur angebrochen, so dass ich keinen Gips bekam, sondern nur ein Tragetuch. 

 

Erst einmal wollten wir runter von der Insel, einen Campingplatz suchen, damit ich mich erholen konnte. Beim Verlassen nahmen wir uns noch die Zeit, die 'Brücke' zu fotografieren. So etwas kannten wir noch nicht. Bei der Brücke handelte es sich um eine Fähre, die zwischen 2 Kaimauern 'eingeklemmt' war, alle Stunde fuhr sie raus, um die Boote passieren zu lassen.

Jetzt, nach 3 Tagen auf dem Campingplatz, geht es mir schon besser. Das Handgelenk schmerzt noch am meisten, aber ich hoffe, dass zum Wochenende soviel Besserung eintritt, dass ich zumindest das Lenkrad mit der linken Hand unterstützend fassen kann. Dann sollte es mit dem 17. Land der Reise, Albanien, weitergehen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Iris&Maik (Freitag, 22 Juli 2016 13:56)

    Hallo Peter,
    dann kannst Du Dich ja jetzt wenigstens um das Abwaschen und Abtrocknen des Geschirrs drücken.

  • #2

    Iris&Klaus (Samstag, 23 Juli 2016 16:27)

    Hallo Ihr Lieben,
    als ich von deinen Unfall gelesen habe, dachte ich als erstes schöne Sch...
    Aber das kommt wieder in Ordnung, hätte schlimer ausgehen können. Du musst Dich halt einwenig verwöhnen und betüddeln lassen. Eure letzten Bilder waren sehr schön,die Tierbilder sind sehr gut getroffen.
    Ich freue mich auf weitere Berichte, schöne Bilder und spannende Abenteuer.
    Machts gut, und für deinen Arm toi toi toi.
    Liebe Grüße die Sauensieker.

  • #3

    Iris&Maik (Montag, 25 Juli 2016 12:14)

    Hallo Peter,
    ich sehe gerade das unser Beitrag nur zu einem kleinen Teil übertragen wurde?! Das möchte ich so natürlich nicht stehen lassen! Also für die Heilung alles Gute und zum Glück ist nicht mehr passiert. Lasse Dich gut pflegen und dann gute Weiterfahrt!
    Viele Grüße auch an Brigitte,
    Iris und Maik