Schluß mir der Faulenzerei

Nach einer Woche Schonung und Erholung auf dem Campingplatz machten wir uns wieder auf die Socken (bzw. Räder). Alles ein bisschen vorsichtig, denn noch durfte der Arm nicht überlastet werden. Aber es ging (musste gehen).

 

Noch wollten wir den Blick auf die Küste nutzen und so zockelten wir teilweise auf Nebenstraßen Richtung Igoumenitsa. Hier herrschte wieder viel Tourismus, so dass wir in keiner der hübschen Buchten stehen bleiben wollten.

In Plateia fanden wir neben ein paar anderen Womos einen Platz direkt am Strand. Doch gegen 18:30 Uhr kam ein Polizist und erklärte, ab 19:00 Uhr dürften hier keine Womos mehr stehen. So fuhren wir noch ein paar Kilometer weiter auf einen Campingplatz, denn wir hatten keine große Lust auf weitere Suche. Für eine Nacht ging es, sonderlich gefallen hat es uns dort nicht, da es einfach zu eng war. Abends zog noch eine Prozession durch die Bucht auf Plataria zu – evtl. war das der Grund, dass wir dort nicht stehen bleiben durften. Lt. anderer Womo-Fahrer wäre es dort nie zu einem Problem gekommen.

Am nächsten Morgen kurz in die Stadt Igoumenitsa, noch einmal einkaufen und dann auf nach Ioannina zum Pamvotida-See. Wir hörten schon im Vorwege, dass dort ein freies Stehen nicht möglich war und wir deshalb den Campingplatz  nutzen mussten. Kaum waren wir angekommen, entlud sich erst einmal ein Gewitter über uns.

Der See selber war nicht der Hit, Baden nicht möglich. Die Stadt Ioannina leitet die Abwässer in den See, die Landwirtschaft trägt ihren Anteil auch dazu bei, dass der See überdüngt und sehr veralgt ist. Er wird zum Training eines Rudervereins genutzt, der seine Lagerstätten auch auf dem Camping-Gelände hat.

Die Altstadt machte einen netten Eindruck, so dass ich unser Fußmarsch dorthin gelohnt hat.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf in den Vikos-Aoos Nationalpark mit seiner tiefen Schlucht (https://de.wikipedia.org/wiki/Vikos-Schlucht). Von der Stadt Monodendri wanderten wir ein Stück zu dem kleinen verlassenen Kloster Agia Paraveskevi - ein toller Ausblick in die tief eingeschnittene Vikos-Schlucht inklusive.

Von Monodendri aus wollten wir noch die Dörfer Megalo Papingo und Mikro Papingo besuchen. Auf dem Weg dorthin kamen wir über diese Brücke über den Fluss Voidomatis. Natürlich legten wir einen Stop ein, denn es war wieder einmal heiß und eine kleine Abkühlung konnte nur gut tun. An dieser Stelle wurden auch Rafting-Boote ins Wasser gelassen.

Es gefiel uns sehr gut und wir planten, hier zu übernachten. Doch gegen Abend kam ein Ranger vorbei: Kein Übernachten im Nationalpark!

So fuhren wir abends noch eine enge und steile Serpentinen-Straße hoch nach Megalo Papingo. Dort stand schon ein Schweizer Sprinter-Allradler auf einem Parkplatz und wir stellten uns einfach dazu.

Am Morgen ging es erst einmal ein paar Kilometer weiter in die Berge, das Dorf Mikro Papingo besuchen. Von hier aus gibt es einige Pfade, um in die Vikos-Schlucht oder die Berge zu wandern.

Ich lasse die Bilder für sich sprechen:

Danach fuhren wir erst einmal wieder runter zum Fluss, wo wir die beiden Schweizer trafen. Nach einem längeren Gespräch und Erfahrungsaustausch (sie kamen gerade aus Albanien und wollten jetzt Griechenland bereisen) machten wir uns wieder auf den Weg über die Brücke.

Nicht weit vor der Grenze kamen wir noch an diesem Süßwassersee vorbei - also erst einmal Mittagspause gemacht und im (lauwarmen) Wasser eine Abkühlung gesucht.

Wir überlegten schon, hier die Nacht zu verbringen. Doch da um diese Zeit bereits eine Menge Insekten um uns schwirrten und wir für die Nacht eine Mücken-Invasion befürchteten, machten wir uns doch weiter auf den Weg zur Albanischen Grenze, die wir nach gut 15 Minuten Fahrzeit erreichten.

 

Damit nahmen über 3,5 Monate Urlaub in einem wunderschönen EU-Land ein Ende - und die nächsten Abenteuer warten.

 

 

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