Wi sünd wedder to Hus...

... oder, auf Hochdeutsch: wir sind wieder zu Hause. Am Sonntag, den 02.10., kamen wir am frühen Abend wieder in der Heimat an.

Irgendwie hatten wir unterwegs das Gefühl, unser Auto ist kaputt. Je weiter wir gen Norden kamen, desto langsamer wurde es. Aber kaum ging es zum Testen Richtung Süden, rannte der MAN wie der Teufel.

Also war das Auto doch nicht kaputt – es hatte nur keine Lust, nach Hause zu fahren. Es wollte weiter, die Welt kennen lernen.

Aber es half alles nichts. Wir hatten geplant Anfang Oktober zu Hause zu sein und dabei blieb es dann auch. Ich musste dem Auto versprechen, dass es im nächsten Jahr wieder los geht – und so brachte es uns doch noch nach Hause.

Von den letzten Tagen gibt es nicht mehr so viel zu berichten. Die Slowakei hatten wir relativ schnell durchquert und die Grenze nach Italien überschritten. Die Dolomiten lagen vor uns und das hieß: wieder einmal die Berge hoch.

Die Dolomiten gefielen uns, wie so vieles andere unserer Reise, ebenfalls sehr gut. So hatten wir es nicht eilig, diesen Teil der Alpen zu durchqueren.

Im Gegensatz zur ersten Planung fuhren wir doch durch Östereich. Die kürzeste Strecke durch dieses Land war der alte Brennerpass. 

Am Nattersee, kurz vor Insbruck, machten wir noch ein paar Tage Rast auf einem Campingplatz. Der Besitzer ist ein totaler VW- Bulli- und Käfer-Fan. Eine Unmenge an Modellautos zeugten davon.......

Ein paar Besuche bei einigen Globetrottern, die wir unterwegs kennen gelernt hatten und zu denen der Kontakt während der letzten Monate aufrecht erhalten wurde, standen noch auf dem Programm, dazu ein LKW-Treff und eine Globetrottermesse, bis wir dann endlich wieder unser Zuhause erreichten.

 

Ein kurzes Resüme: es war einfach toll, wir haben es nicht bereut. Wir lernten viele Menschen kennen,  sahen und erlebten tolle Landschaften und Kulturen. Die Reise dauerte 549 Tagen, wir fuhren 55435 Kilometer durch 26 Länder (plus Deutschland) in 2 Kontinenten. 

 

Russland war eines der Länder, die uns überzeugten. Ich war vor 10 Jahren bereits einmal in diesem Land (mit dem Motorrad nach Moskau und St. Petersburg). Sibirien hat uns sehr angenehm überrascht, beim Baikal hatten wir das Gefühl, den melancholische Ruf zu spüren. 

Die Mongolei war unser Traum - und wir wurden nicht enttäuscht. Es war genaus so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Irgendwann werden wir noch einmal kommen.

Kirgistan eines der schönsten Länder unserer Reise.

Der Pamir in Tadschikistan brachte  uns gesundheitliche Probleme aufgrund der Höhe,  in tieferen Gegenden einfach wunderschön, insbesondere die Strecke entlang der afghanischen Grenze.

iran verursachte bei uns etwas gemischte Gefühle, das kann aber auch mit den Wetterbedingungen zu tun haben, denn wir hatten einfach zu viel Schnee.

Georgien und die Georgier gefällt immer besser, nicht ohne Grund werde ich nächstes Jahr das 4. Mal dort sein.

Auch die Türkei und ihre Menschen überraschte uns und wir werden dieses Land bald wieder besuchen; im nächsten Jahr wahrscheinlich nur als Transit entlang der Schwarzmeerküste,  aber irgendwann auch der Rest des Landes, 

In Griechenland waren wir das erste Mal und bestimmt nicht das letzte Mal. Neben der Türkei könnte dieses Land unserer bevorzugten Reiseländer werden.

Auch Albanien ist eine Reise wert, insbesondere, wenn die Küste gemieden und dafür die Pisten befahren werden.

 

Unser Auto hatte sich wacker geschlagen. Bis auf einen durchgebrannten Anlasser (in der Türkei, zum Glück in einer Werkstatt nach einem Ölwechsel) gab es nur kleine Reparaturen, die ich meistens mit Bordmitteln selber reparieren konnte. Und wenn die Reparatur nicht möglich war, hielten uns diese Kleinigkeiten nicht auf - wir konnten weiterfahren und unterwegs die nötige Hilfe finden. 

Damit endet der Bericht über unsere lange Reise und fürs nächste halbe Jahr wird es hier nichts Neues geben. Anfang April 2017 starten wir voraussichtlich wieder. Geplant ist, südlich um das Schwarze Meer, über die Georgische Heerstrasse nach Russland und Richtung Murmansk, um dann übers Nordkap auf der Westseite der Ostsee wieder nach Hause zu kommen. 

 

Wir werden wieder berichten!!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Bernd & Silvia (Donnerstag, 06 Oktober 2016 20:33)

    Hallo ihr beiden,
    vielen Dank für die Führung durch den Donnerlaster am vergangenen Wochenende in Vethem. Wir sind ganz angetan und googeln nach allen möglichen Details zum MAN 8.136/150. Wir haben uns auch noch einen TRM2000 mit FM1 angesehen aber brauchen wir wirklich Portalachsen?
    Kommt gut an.
    Viele Grüße von Bernd & Silvia