Unsere neue Reise, zuerst nach Italien

Die letzten Wochen waren die reinste Hektik. Auf unserer 1 ½ jährige Reise stellten wir einige Dinge im Koffer fest, die wir verbessern bzw. ergänzen wollten.

Über den Winter war es mir zu kalt und so kamen wir erst Mitte März dazu, mit unserem Ausbauer Olli die Änderungen vorzunehmen. Unter anderem wurde die Photovoltaikanlage und ein Teil der elektrischen Anlage geändert. Das hielt auf. Dabei kam es wie es kommen musste: Der Wagen wurde nicht rechtzeitig fertig, so dass innerhalb der letzten drei Tage (statt der letzten Woche) der Wagen gereinigt und gepackt wurde.

Wir wollten am 1.4. wieder starten. Es hat nicht ganz geklappt, aber wir kamen dann doch noch einigermaßen zeitig los.

Zuerst wurden innerhalb Deutschlands noch der ein oder andere Besuch abgestattet und dann waren wir raus aus der Heimat. Österreich war das erste 'Ausland'.

Unser Ziel war Südtirol, ein Allradler-Treffen sollte über Ostern bei Meran stattfinden.

Unterwegs machten wir noch Halt auf dem Campingplatz 'Dreiländereck' in Ried. Der Platz war schon sehr voll, denn diverser Touristen waren auf den Gletschern zum Skifahren. Wir waren nicht hoch in den Bergen; es reichte, die Sonne zu geniessen.

In Österreich überquerten wir noch den Reschenpass. 1950 wurde auf der italienischen Seite des Passes die Stauung des Reschen-See vollendet. Dabei wurde der Ort Grauen und ein Großteil des Dorfes Reschen überflutet. Vom alten Ort Grauen ist nur der Kirchturm der alten Pfarrkirche noch sichtbar und dient heute zahlreichen Touristen, so auch uns, als Fotomotiv.

Wir kamen bei herrlichem Sonnenschein am Gründonnerstag auf dem Treffen an. Es waren auch schon einige LKW vor uns da. Die Überraschungen liessen nicht lange auf sich warten und wir waren erstaunt, wie klein doch die Welt ist. Zwei KAT's waren dort, die wir letztes Jahr auf unserer Heimreise in Kroatien gesehen hatten. Und, noch viel schöner: Wir trafen Lydia und Albert mit ihrem Unimog wieder. Die Beiden hatten wir Ende 2013 in Marokko kennen gelernt.

Sie hatten eine Hündin aus Marokko mitgebracht, mit der sich unser Oskar auf Anhieb verstand.

Der Treffplatz war auf einem Berg mit einem herrlichen Blick auf Meran – einfach toll.

Am Freitag kam auch Max dazu, ihn hatten wir im Vorjahr in Albanien kennen gelernt und uns zu diesem Treffen verabredet.

So waren wir erstaunt, doch einige Leute hier zu kennen. Die meisten kamen aus Bayern, wir waren die einzigen Nordlichter. Aber wir fühlten uns auf diesem Treffen sauwohl.

Anbei ein paar Bilder vom Treffen.

Samstag fuhren wir mit dem Bus nach Meran, um die Stadt ein bisschen in Augenschein zu nehmen. Es ist eine hübsche Stadt, besondere Sehenswürdigkeiten gönnten wir uns nicht. Allerdings fühlten wir uns vom Tourismus erdrückt – irgendwie war das nicht unser Ding.

Die Blütenpracht hat uns sehr begeistert. So weit ist die Natur bei uns noch lange nicht.

Ostermontag sollte es weitergehen, aber irgendwie blieben wir mit ein paar Allradlern noch einen Tag auf dem Platz hängen.

Aber am Dienstag, die anderen wollten noch länger bleiben, machten wir uns auf den Weg. Max, der am Vortag schon zum Gardasee gestartet war (er wollte am Samstag mit der Fähre von Venedig Richtung Griechenland und dann nach Albanien), informierte uns, dass er auf einem Campingplatz bei Vicenza stand. Zwar hatten wir uns schon innigst verabschiedet, aber irgendwie lag der Ort mehr oder weniger auf unserer Strecke. Und so trafen wir am Dienstag Abend wieder zusammen und verbrachten gemeinsamen den Abend.

Nach einer weiteren Verabschiedung (wer weiß, wann und ob überhaupt wir uns noch einmal sehen) ging es endlich los. Wir haben ja noch einige Länder und Kilometer vor uns.

Italien ist auf der Strecke von Vicenza Richtung Trieste langweilig. Im Hintergrund sieht man noch die Alpen, aber das eigentliche Land Richtung Osten/Kroatien war nur flach und die Straßen gingen überwiegend durch Dörfer und Städte.

Am frühen Abend suchten wir einen Campingplatz kurz vor Trieste auf. Nach einem Essen in einem Restaurant auf dem Platz ging es bei trockenem, aber kalten Wetter frühzeitig ins Auto. Die Zeit bis zum Schlafen nutzte ich, um die Homepage mit einem neuen Eintrag zu füllen - so war die Planung. Doch das Internet funktionierte nicht, so dass es bei den Vorbereitungen blieb.

Am nächsten Vormittag, kurz vor Trieste, gab es die erste Polizeikontrolle. Doch nach Überprüfung unserer Papiere ging die Fahrt nach ein paar Minuten weiter, so dass die Grenze zu Slowenien relativ schnell erreicht war.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Iris & Maik (Montag, 24 April 2017 00:15)

    Hallo Ihr drei, wir sind nun fast wieder in Hamburg, nur noch läppische 1300Km, und Ihr seit wieder weg. Wir wünschen Euch eine aufregende Reise und ein gesundes Wiederkommen. Btw., habt Ihr Östereich mit Box und Vignette befahren?
    Liebe Grüße, Maik und die Sternwanderer