Kirgisien

Am Mittwochvormittag fuhren wir die erste Tankstelle an, beide Tanks und auch die 7 Reserve- kanister sollten gefüllt werden. Hier in Kasachsten ist der Diesel noch um einiges günstiger als in Kirgisien und Tadschikistan. Und in Uzbekistan werden wir wahrscheinlich keinen Diesel bekommen, denn nach unseren Informationen gibt es den dort im Sommer nur für die Landwirtschaft. Privatpersonen oder Touristen werden keinen bekommen, deshalb werden dort die PKW auch überwiegend mit Gas betrieben. Also: alle Möglichkeiten für das Dieselreservoir genutzt, dann noch einmal einen Supermarkt angefahren und die Lebensmittel wieder aufgefüllt.

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Über die Pässe nach Bishkek

Am Freitagmorgen, die Temperaturen waren über Nacht auf mittlerweile 15 Grad gesunken (nach 45 Grad vor einer Woche!!), machten wir uns wieder auf den Weg. Das Ziel heißt Bishkent, die Hauptstadt Kirgistans Auf den nächsten 30 Kilometern mussten wir den nächsten Pass hoch – von 1900 m auf 3326! Unterwegs überholten wir wieder Niclas, der über eine Stunde vor uns startete. Für mich sind dies wirklich die wahren Helden auf solch einer Tour. Unser Angebot, ihn mit nach oben zu nehmen, schlug er dankend aus. Man merkte ihm an, dass ihm die Anstrengungen Spaß machten.

Das Land ist einfach fantastisch. Ich will nicht viel Text dazu abgeben, geniesst einfach die Fotos.

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Bishkek

Am Samstag ging es nach Bishkek hinein. Die Hauptstadt ist eine relativ junge Stadt und ein Industrie-, Verkehrs-, Kultur- und Touristenzentrum. Mit etwa 100 m² Grünfläche pro Einwohner ist Bishkek augenscheinlich eine der grünsten Städte der Welt (Zitat aus dem Reiseführer). 

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Ysyk Köl

Der Ysyk Köl (Warmer See) liegt im Nordosten Kirgisiens in über 1600 m Höhe, ist bis zu 700 m tief und über 6000qkm groß. Er ist unser nächstes Ziel.

Zuerst ging es am Dienstag von Bishkek aus über eine sehr gut ausgebaute 4-spurige Straße, wir konnten direkt mal wieder 75 km/h fahren. Die ersten 110 km führte die Straße direkt an der Grenze zu Kasachstan entlang, auch hier war wieder der Unterschied zu den Ländern erkennbar. Während in Kirgisien grünt und blüht, weil das Land bewässert wird, war es auf der anderen Seite des Grenzzaunes nur braun und trocken.

Hier ein paar Bilder der Anfahrt zum See.  

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Song Köl

Ergänzend zum Vortag möchte ich noch erwähnen, dass wir unsere erste Radarkontrolle hatten, bei der wir angehalten wurden. Man erklärte mir, ich wäre in einer 40ger Zone mit 51 gefahren. Da ich vorher die Radarkontrolle und auch das Schild gesehen hatte, aufgrund des Straßenbelages nie und nimmer so schnell war, stritt ich das ab und erklärte, ich hätte eine Dashcam mit GPS im Auto und wir könnten das gern mal nachschauen. Des weiteren wollte ich mal das Foto sehen, was mir der Polizist aber nicht zeigen konnte. Dann machte ich ihm klar, ich würde jetzt gehen, das ganze mit erhobener Stimme und mit Nachdruck - und war erstaunt: der Polizist versuchte nicht, mich aufzuhalten.

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noch einmal Song Köl

Am nächsten Morgen zeigte das Thermometer gerade einmal 4,5 Grad an – und es ist noch nicht lange her, dass wir 45 Grad hatten – was für ein Unterschied.

Wir entschieden uns, aus dem Nationalpark heraus und weiter gen Süden zur Stadt Naryn zu fahren. Dort wollten wir noch etwas einkaufen, anschließend auf einer kleineren Straße weiter gen Westen – mit so schlechtem Teerbelag, dass wir kaum über 40 km/h kamen – um dann den Song Köl noch einmal, dieses Mal von Süden aus, anzufahren, um dann weiter auf der Westseite vorbei am See auf die Hauptstraße A367.

Diese Straße führe lt. Karte der gleichnamige Fluss Naryn. Dort wollten wir zur Mittagszeit einen Stellplatz suchen und für den Rest des Tages dort bleiben – so der Plan. Doch weit gefehlt. Es gab keine Chance, den Fluss anzufahren, so dass wir wieder einmal länger als geplant unterwegs waren. Wir erreichten die Abzweigung gegen Abend, mussten dann noch ein paar Kilometer eine grob geschotterte Piste bis wir endlich einen Platz unweit eines Flusses fanden. 

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abseits der Straßen

Mit niedrigem Reifendruck (ich hatte für die Pistenfahrten den Druck auf allen Rädern gesenkt, damit das Fahren einfacher ist und hatte keine Lust, für gut 50 km Teer den Druck wieder anzuheben) ging es jetzt gen Westen auf der A367. Es war auch gut, dass der Reifendruck so niedrig war, denn der Belag ließ mal wieder sehr zu wünschen übrig.

An einer Baustelle verpassten wir die ursprünglich geplante Route, aber das war auch kein Problem – war es nach den Eindrücken im Gebirge mittlerweile langweilig, die Hauptstraßen durch ein beackertes Flußtal, beidseitig von Bergen eingerahmt, zu durchfahren. Was vor ein paar Tagen noch schön anzuschauen war, wurde nach den Panoramen und Aussichten bei den An- und Abfahrten zum und vom Song Köl einfach langweilig.

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Stausee Togtogul

Bei der niedrigen Geschwindigkeit schafften wir nicht viel Strecke und waren der Meinung, wieder die nächste Nacht neben der Piste schlafen zu müssen

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Die letzten Tage in Kirgisien

Kurzfristig entschieden wir uns am Morgen, nicht mehr den Nationalpark zu besuchen, sondern uns so langsam weiter Richtung Tadschikische Grenze aufzumachen.

Auf dem Rückweg zur Hauptstraße mussten wir erst einmal eine Herde 'überholen'.

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