Mongolei / Ulaanbaatar

Es ist viel passiert in den letzten Tagen. Erst einmal der Grenzübergang. Nach der ruhigen Nacht in Sichtweite eines Grenzzaunes zur Mongolei waren wir kurz nach 9:00 Uhr (ja, wir stehen auch mal früh auf, wenn es nötig sein sollte) in der PKW-Spur auf der russischen Seite. Der Grenzer wollte uns gleich wegschicken auf die LKW-Spur, aber wozu hab ich mein 'offizielles GTÜ-Zertifikat' mit Stempel in russischer Sprache, dass es sich nicht um einen LKW, sondern um ein Wohnmobil handelt und somit wie ein PKW behandelt werden muss.

Notgedrungen wurde das akzeptiert, aber bei der zweiten Kontrolle das gleiche Problem. Hier wollte man das nicht akzeptieren. Da ich mich aber weigerte zu fahren, wurde eine englisch sprechende Kollegin geholt. Nach kurzer Diskussion mit ihr wurde beschieden, dass wir bleiben dürfen und auf der PKW-Spur abgefertigt werden.

Auch auf der mongolischen Seite ging alles relativ problemlos über die Bühne, wir amüsierten uns nur darüber, dass der Koffer insgesamt drei Mal von innen inspiziert wurde.

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Richtung Wüste Gobi

Wir mussten raus aus der Stadt. 2 Nächte waren uns genug, ich selber hätte keinen weiteren Tag dort ausgehalten. Das Camp ist relativ klein, so dass auch unser Oskar zurückstecken musste. Doch der ewige Geräuschpegel der Autos und der Geruch der Kohleöfen und Abgase waren für uns nicht mehr sonderlich erträglich. So machten wir uns bald wieder auf den Weg Richtung Süden, denn wir wollen in die Wüste Gobi.

Das Camp Oasis macht, nebenbei erwähnt, einen ganz netten Eindruck, aber die Preise sind auch nicht ohne. Für europäische Verhältnisse geht es eigentlich, aber für mongolische ist der Platz absolut überteuert. Die Eigentümer wissen schon, wie sie uns 'reichen' Europäern das Geld aus der Tasche ziehen

Hier ein paar weitere Bilder der Stadt, der Wegelagerei und auch der Landschaft südlich der Hauptstadt:

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Verloren in der Gobi

Es ist Freitag Mittag. Jürgen und Gerda haben wir verloren. Wir warten schon 2 Tage am vereinbarten Treffpunkt; sie hätten längst hier sein müssen, sind aber nicht gekommen. Was sollen wir tun? Wir entscheiden uns fürs Weiterfahren, eine andere Möglichkeit sehen wir nicht. Falls sie wegen einer Panne nicht hier sein sollten, können wir nicht helfen: Wir wissen ja nicht, wo sie sind und suchen können wir sie deshalb nicht. Oder haben sie sich verfahren?

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Durch die Wüste

Es geht auf der Piste immer an den Dünen entlang – eine schöne Aussicht. Aber die Piste ist nicht so besonders, so dass wir auf einen Schnitt von ca. 16 – 17 km die Stunde kommen. Immer wieder die vergebliche Hoffnung, durch einen Spurwechsel eine bessere Fahrmöglichkeit zu bekommen. Doch jedes Mal wird die Hoffnung zunichte gemacht - es ist nirgends besser. Am schlimmsten sind die Wellblechspuren. Zwar probiere ich auch mal kurz aus, mit einem höheren Tempo die Wellen auszuspielen, doch die Furcht vor einem Federbruch ist dann doch zu hoch, so dass wir bei der niedrigeren Geschwindigkeit bleiben.

Irgendwann müssen wir auch die Dünen durchqueren. Vor diesem Durchgang sehen wir auch das erste Mal einen Reiter auf einem Kamel.

Die Dünendurchquerung erfordert dem Motor doch einiges ab, da der Sand tief ist und ich hoffe, den in der Geierschlucht um gut einem Bar abgelassenen Reifendruck nicht weiter mindern zu müssen. Doch alles geht gut und wir kommen gut durch. Mittlerweile ist die Temperatur auch weiter gestiegen, im Schatten sind es nachmittags gut 30 Grad, in der Sonne messen wir fast 43 Grad - schön warm, aber das wollten wir ja.

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Auf den Weg nach Arvaikheer

Die Nacht war, wie die meisten in der Mongolei, wieder einmal sehr ruhig. Als wir im Bett lagen, sahen wir im Hintergrund noch Blitze und Wetterleuchten, ein kleiner Regenschauer war zu hören und wir beide schliefen ein.

Am nächsten Morgen wollten wir zeitig los, um 09:30 Uhr saßen wir bereits im Fahrerhaus. Lt. Navi waren es noch 250 km bis Arvaikheer und wir wollten in 2 Tagen dort sein. Doch was war das? Die Piste war ja in einem relativ guten Zustand, so dass wir teilweise sogar mit 40 – 50 km/h !!! fahren konnten. Ob die Piste selber so gut war oder der Regen die Wellen weggewaschen hatte, können wir nicht sagen. Aber das war uns eigentlich auch egal; hauptsache keine Wellen mehr.

Wir hatten in ca. 1400 m üNN übernachtet, die Landschaft wurde mittlerweile immer grüner, Viehherden und Jurten nahmen zu und nach ca. 45 Minuten tat sich eine Hügelkette vor uns auf. Wir 'schraubten' uns auf über 1900 m Höhe – und erlebten wieder einmal einen grandiosen Ausblick. Allein dieser Ausblick entschädigte für die Strapatzen der vielen letzten Kilometer auf der Wellblechpiste.

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Arvaikheer

Geschafft – wir waren zur Mittagszeit in Arvaikheer angekommen.

Aber zuerst noch zu gestern abend: wir bekamen Besuch, allerdings nicht von einem Mongolen auf dem Mopett, sondern vom Gewitter. Es war direkt über uns und nach einigem Donnern und diversen Blitzen fing es reichlich an zu regnen. Doch das störte uns nicht, denn im Koffer sassen wir hoch und trocken.

Die Piste nach Arvaikheer war wieder in einem gemischten Zustand, teileweise mit bis zu 50 km/h befahrbar, dann wieder ein langsames Stuckern und zwischendurch auch ein langsames Kraxeln über Steinpisten die Hügel hinauf und hinunter. 

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Zur heissen Quelle und weiter nach Tsertserleg

Tsertserleg ist unser nächstes Ziel, doch vorher wollen wir noch zur  heissen Quelle.

Brigitte hatte morgens auf dem Spaziergang mit Oskar die verschiedenen Blumen auf unserer 'Schlafwiese' mit dem Fotosapparat festgehalten, die ich euch gern zeigen möchte.

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Khorgo-Terkhiin-Tsagaan Nuur Nationalpark

Das Reisen strengt an, insbesondere, wenn man den ganzen Nachmittag bis zum späten Abend die Homepage für Tage nachpflegen muss. So schliefen wir dann bis 9:00 Uhr. Bevor es dann losgehen sollte, fuhren wir erst noch ein paar Meter an den Fluß. Das Wasser ist sehr sauber und klar, wir sahen schon am Abend, dass die Einheimischen sich hier ihr Trinkwasser holten (die Mehrheit der mongolischen Bevölkerung ist übrigens noch nicht an das öffentlichen Wassernetz angeschlossen). Ich holte meine 24V-Elektropumpe und die selbstgebaute Filteranlage raus und nach einigen Minuten war unser Wasserkanister wieder voll. 

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Uliastai

Unser nächstes Ziel ist die Stadt Uliastai, von dort aus geht eine Piste in den Otgon-Tenger-Uul Nationalpark.  

Am Morgen wurden wir um 7:00 Uhr von Pferdegetrappel, -schnaufen, - wiehern und .rangeln geweckt. Einmal rausgeschaut, wieder umgedreht und bis 8:45 Uhr durchgeschlafen. Ich sag ja: Nichtstun ist unheimlich anstrengend.

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Otgon-Tenger-Uul Nationalpark

Das Pflegen der Homepage nimmt einige Zeit in Anspruch, so hatte ich bis 1.00 Uhr dran gearbeitet. Und wir schliefen gleich bis 9:00 Uhr, hatten allerdings keine Lust zum Aufstehen und gönnten uns in aller Ruhe noch einen Kaffee im Bett, ließen den Ausblick auf den Fluß, die Berge und einfach alles auf uns einwirken.

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Auf Nebenpisten ins Nirgendwo

Die Stadt Khovd ist unser nächstes Ziel. Wir haben die Möglichkeit, über die Hauptpiste von Ulastai nach Altai (eine Nord-Süd-Verbindung) und dann weiter über Darvi nach Khovd (von Ost nach West) zu fahren. Diese Verbindung nennt sich Südroute, da sie im Süden des Landes den Osten mit dem Westen verbindet. Wie wir im Reiseführer und auch auf der Homepage von Wolfgang und Gisela gelesen hatten, ist die Strecke von Altai bis Darvi allerübelste Wellblechpiste - und davon hatten wir immer noch genug. So entschieden wir uns, über Nebenpisten, die zwar nicht schneller, aber durchaus angenehmer sind, zu fahren.  Und ich kann jetzt schon sagen: die nächsten Tage waren nicht langweilig, wir hatten viel erlebt.

Zuerst waren wir in Uliastai noch einmal einkaufen und dann ging es wieder gen Süden. Die ersten ca. 80 km mussten wir auf der Hauptpiste bleiben, bis uns das Navi zur Kleinstadt Tsagaanchuluut führte.

Hier mal ein Anblick der Haupttrasse, die von der russischen Grenze bis Altai führt.

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Naadam-Fest

Nach einem ruhigen Frühstück machten wir uns so langsam wieder auf den Weg nach Khovd, um das Stadion zu suchen. Auf dem Weg dahin fanden trafen wir noch ein französisches und ein belgisches Pärchen, die mit ihren Geländewagen in der Mongolei unterwegs waren. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, denn sie wussten, wo das Stadion steht. Doch es war, im Gegensatz zur gestrigen Aussage, noch kein Fest am Laufen. Man sah einige Bogenschützen am Üben, aber das war es schon.

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Ulaangom

Unser gemeinsames Ziel war die Stadt Ulaangom, die auf der Nordroute durch die Mongolei liegt. Diese Stadt war zum Zeitpunkt des Seidenstrasse ein wichtiger Handelsplatz.

Zuerst einmal allerdings sollte es in den Nationalpark Kharkhiraa Uul gehen. Dort gibt es zwischen den 4000'er schneebedeckten Berggipfeln eine Plattform in fast 3000 m Höhe, die einen wunderbaren Blick auf die beiden 4000'er und die weiteren Berggipfel zulassen.

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Ölgii

Von Ulaangom aus wollten wir nach Tsagaannuur, dies ist eine kleine Stadt, nur noch ca. 60 km vor dem Grenzübergang nach Russland. Allerdings wollten wir nicht die übliche Nordroute, sondern so weit wie möglich über Nebenpisten dort hinkommen. 

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